Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

... allgemeine Themen rund um das elektrische Fahren, Energieversorgungsideen usw.
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Aaamperaaa
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Re: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Aaamperaaa »

Tango hat geschrieben:
Es liegt an der Werbung, die ja nicht vorhanden ist. :evil: Leider. Ohne Werbung kein Umsatz. :P Wollen die das. :?:
Wenn man das Werbebudget über alle Opel-Modelle betrachtet ist es wohl so, dass man mit Werbung für andere Modelle mehr Gewinn generieren kann. Ein weiterer Faktor ist die Produktion des Amperas in USA. Opel wird das begrenzte Werbebudget lieber für die Modelle verwenden die in Deutschland produziert werden. Kurzfristig betrachtet ist dies im Sinne der Opel-Mitarbeiter durchaus nachvollziehbar. Langfristig betrachtet ist es wesentlich schwieriger dies zu beurteilen.
Ampera_CH
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Re: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Ampera_CH »

Aaamperaaa hat geschrieben:Ich glaube GM wird den Preis zu senken. Es besteht sonst die Gefahr, dass mangels Stückzahlen die nächste Volt-Generation nicht mehr als Opel zu haben sein wird.
Na, dann viel Spass für den Wiederverkaufswert des Ampera für uns Pioniere! :evil:

Gruss

Ampera_CH (Dieter)
Ampera MJ 2012 von Frühling 2012 bis Sommer 2013
Outlander PHEV von November 2013 bis Januar 2015
Seit Juli 2013 Renault ZOE Intens und
ab Mai 2015 (so TESLA will!) Model S 85D
caffeine
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Re: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von caffeine »

Der Ampera ist ein super Auto. Daran hat sich auch nach 12000 km nichts für mich geändert. Es ist für mich das beste Konzept der e-Mbilität. Bequem, gut ausgestattet und durch den RE muss ich spontane, mehrere 100km lange Fahrten nicht planen.

Allerdings: Der Ampera ist auf den ersten Blick teuer. Für die Verkäufer ein sehr erklärungsintensives Produkt. Nicht zuletzt sind die Verkäufer in den Autohäusern nicht sonderlich motiviert, den Ampera zu verkaufen. Schlicht zu wenig Provision für die Verkäufer und keinerlei Verhandlungsspielrau. Mein Händler hat mir mal erzählt, das er am Ampera 1.500 Euro hat. Am Insignia locker das 3fache und mehr. Imho hat es der Ampera deshalb sehr schwer. Ich habe mit auch schon Gedanken darüber gemacht, ob es jemals einen Ampera B geben wird.

Die Genialität dieses Autos (imho das beste, was Opel jemals gebaut hat) erschließt sich für den 'Otto Normalbenzin' erst, wenn man ihn einige Zeit fährt. Diese Gelegenheit hat kaum jemand.

Am Rande fehlt natürlich auch jede politische Unterstützung. Müsste gar nicht bar cash sein, sondern einfach das Eintreten für die neue Technik. Das positive thematisieren - schließlich wollte Frau mal 1.000.000 eAutos bis 2020.

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.
Mein FOH hat die Ampera-Bemühungen deutlich reduziert. Nur noch ein Vorführwagen, der nur mit roter Nummer gefahren wird. Keine Werbung mehr. Schade eigentlich...
Viele Grüße
Stefan
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Chris
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Re: AW: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Chris »

Solange die Verkäufer auf Provision-Basis arbeiten wird sich daran leider auch nicht viel ändern das ist auch bei anderen E-Autos leider nicht besser.
Am besten wäre es alle E-Autos (Plug-in-Hybrid natürlich eingeschlossen) egal welcher Marke getrennt von den Verbrennern in einem extra E-Auto-Haus zu verkaufen. Von Leuten die die E-Mobilität mit Begeisterung vermitteln können. So stünden die E-Autos beim Verkauf nicht mehr in der direkten Konkurrenz zu den Verbrennern.
Gruß vom Niederrhein, Chris
Joe
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Re: AW: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Joe »

Chris hat geschrieben:Solange die Verkäufer auf Provision-Basis arbeiten wird sich daran leider auch nicht viel ändern das ist auch bei anderen E-Autos leider nicht besser.
Am besten wäre es alle E-Autos (Plug-in-Hybrid natürlich eingeschlossen) egal welcher Marke getrennt von den Verbrennern in einem extra E-Auto-Haus zu verkaufen. Von Leuten die die E-Mobilität mit Begeisterung vermitteln können. So stünden die E-Autos beim Verkauf nicht mehr in der direkten Konkurrenz zu den Verbrennern.
Nett gedacht, aber davon kann keiner leben im Moment.

Ich sehe die nächsten 1-1,5 Jahre auch als sehr entscheidend an.
Wobei ich mir um die Hybriden inkl. der Plug-Ins nicht so viele Gedanken machen. Die kommen alleine schon wg. der Flottenverbräuche bzw. CO2 Thematik (btw wie wird die eigentlich gerechnet? Unabhängig von den tatsächlichen Verkaufszahlen?). Bei den reinen Elektroautos (BEVs) werden aber die kommenden Monate bis 2 Jahre entscheidend sein, ob sie vom Markt akzeptiert werden und da auch ohne Förderung.
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agentsmith1612
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Re: AW: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von agentsmith1612 »

Joe hat geschrieben:
Chris hat geschrieben:Solange die Verkäufer auf Provision-Basis arbeiten wird sich daran leider auch nicht viel ändern das ist auch bei anderen E-Autos leider nicht besser.
Am besten wäre es alle E-Autos (Plug-in-Hybrid natürlich eingeschlossen) egal welcher Marke getrennt von den Verbrennern in einem extra E-Auto-Haus zu verkaufen. Von Leuten die die E-Mobilität mit Begeisterung vermitteln können. So stünden die E-Autos beim Verkauf nicht mehr in der direkten Konkurrenz zu den Verbrennern.
Nett gedacht, aber davon kann keiner leben im Moment.

Ich sehe die nächsten 1-1,5 Jahre auch als sehr entscheidend an.
Wobei ich mir um die Hybriden inkl. der Plug-Ins nicht so viele Gedanken machen. Die kommen alleine schon wg. der Flottenverbräuche bzw. CO2 Thematik (btw wie wird die eigentlich gerechnet? Unabhängig von den tatsächlichen Verkaufszahlen?). Bei den reinen Elektroautos (BEVs) werden aber die kommenden Monate bis 2 Jahre entscheidend sein, ob sie vom Markt akzeptiert werden und da auch ohne Förderung.
In anderen Ländern mit Förderung sieht es ja um einiges besser aus.
Joe
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Re: AW: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Joe »

agentsmith1612 hat geschrieben: In anderen Ländern mit Förderung sieht es ja um einiges besser aus.
Schon richtig, aber einen richtigen Boom gibts da auch noch nicht. Eine Förderung, wie auch immer, kann und sollte auch nur einen Anfangsschub geben.

Tragen muss sich das Ganze eh irgendwann von selbst.

Ich sehe zwei Szenarien.
a) Die Batterie- und Ladetechnologie (Kapazität, Preise, Ladedauer, Ladetechnik) entwickelt sich linear-evolutionär weiter. Dann brauchen wir sicher noch 2 Autogenerationen (also 10-15 Jahre) bis wir außerhalb von Carsharing, urbanem Kleinlieferverkehr und ähnlichem Flottennutzern zu nennenswerten Anteilen (Neuwagenverkaufsanteil >5-10%) am Gesamtmarkt kommen

b) Wir sehen einen deutlichen Quantensprung in Technologie und Preis bei der nächsten E-Auto Generation (also z.b. dem Volt II). Dann halte ich z.b. die 1 Mio Fahrzeuge in 2020 für nicht ganz unrealistisch.

Vieles hängt naturgemäß von der weiteren Energiekostenentwicklung ab. Und die kann niemwand wirklich gut prognostizieren, da alle zum einen irgendwie beeinflusst werden und zum anderen eh extrem viele Parameter eine Rolle spielen.

Persönlich gehe ich aber davon aus, dass Strom sich hier auf Sicht von 10 Jahren weltweit keinen so besonders hohen Vorteil gegenüber den fossilen Brennstoffen wird erarbeiten können. Natürlich kann dies in einzelnen Märkten aufgrund möglicher Regulierungen und Steuern anders aussehen (siehe z.b. auch den Vorteil von LPG bei uns)
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Markus Dippold
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Re: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Markus Dippold »

klugscheißmode on
Ein Quantensprung wäre aber schlecht. Ist das doch die derzeit kleinstmögliche Strecke zwischen zwei Dingen. Also praktisch kein Fortschritt.
klugscheißmode off

:roll:

Gruß
Markus
Bild- Opel Ampera ePionier, lithiumweiß, Modelljahr 2012
Besitz und Datenerfassung seit 13.12.2012
Kilometerstand: 219997km
179991km elektrisch, 16.15kWh/100km ab Akku
33447km RE-Betrieb, 6.03l/100km
LDV 1.1l, persönlicher LDV 0.96l

Anzahl Akkuvollzyklen: 1816
aktuelle Sommer-Alltagsreichweite: 70km

Stand 31.08.2025

Meine Solaranlage
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agentsmith1612
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Re: AW: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von agentsmith1612 »

Joe hat geschrieben:
agentsmith1612 hat geschrieben: In anderen Ländern mit Förderung sieht es ja um einiges besser aus.
Schon richtig, aber einen richtigen Boom gibts da auch noch nicht. Eine Förderung, wie auch immer, kann und sollte auch nur einen Anfangsschub geben.

Tragen muss sich das Ganze eh irgendwann von selbst.
Natürlich muss sich das ganze irgendwann selber tragen, kein Staat kann langfristig etwas subventionieren. Aber in den Ländern mit Förderung klappt es auf jeden Fall besser als bei uns.
Joe hat geschrieben: a) Die Batterie- und Ladetechnologie (Kapazität, Preise, Ladedauer, Ladetechnik) entwickelt sich linear-evolutionär weiter. Dann brauchen wir sicher noch 2 Autogenerationen (also 10-15 Jahre) bis wir außerhalb von Carsharing, urbanem Kleinlieferverkehr und ähnlichem Flottennutzern zu nennenswerten Anteilen (Neuwagenverkaufsanteil >5-10%) am Gesamtmarkt kommen

b) Wir sehen einen deutlichen Quantensprung in Technologie und Preis bei der nächsten E-Auto Generation (also z.b. dem Volt II). Dann halte ich z.b. die 1 Mio Fahrzeuge in 2020 für nicht ganz unrealistisch.
Wohl eher Szenario I, meiner Einschätzung nach. Ich erwarten in den nächsten 5 Jahren keine Superbatterie oder ähnliches. Ich denke die Lithiumtechnologie wird besser "beherrschbar", so dass Akkus vielleicht etwas schneller geladen werden können, bei Kälte und Hitze besser funktionieren und länger halten. Einen Kapazitätsverdoppelung oder noch mehr erwarten ich eher nicht.
Joe hat geschrieben: Vieles hängt naturgemäß von der weiteren Energiekostenentwicklung ab. Und die kann niemwand wirklich gut prognostizieren, da alle zum einen irgendwie beeinflusst werden und zum anderen eh extrem viele Parameter eine Rolle spielen.
In der Tat, die Energiekosten Öl und Gas wohl als erstes, werden schneller steigen als man uns das erzählen möchte. Da wir ja jetzt alle schon vielleicht ein bisschen darauf einstellt sind dass spätetens 2015 Benzin etwa 2 € pro Liter kosten wird, wird es früher eintreten. Vielleicht denken die Leute dann ja etwas um und EVs und Hybride werden hoffentlich mehr in den Fokus kommen. Schließlich ist 2€/L eine magische Grenze. psyschich meine ich.
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Chris
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Re: AW: Über dem Tellerrand... oder was machen die anderen?

Beitrag von Chris »

agentsmith1612 hat geschrieben:Schließlich ist 2€/L eine magische Grenze. psyschich meine ich.
Das hat man bei 2DM auch gesagt und wo stehen wir nun? Viel weniger Auto gefahren wird bis jetzt nicht, und Straßenpanzer (SUVs) verkaufen sich wie geschnitten Brot.
Gruß vom Niederrhein, Chris
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