he2lmuth hat geschrieben:Wenn der i3 eine genau so geringe Gewinnmarge für den Händler bringt, wie es beim Ampera der Fall ist nämlich 700 €, ist es doch kein Wunder wenn der auf Provision angewiesene Verkäufer einen Verbrenner verkaufen will
Grüße
Hellmuth
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autokonzerne Marken-übergreifend die Hybrid- und E-Technik nur dazu nutzen, ihren Flottenverbrauch zu drücken. Wie anders lässt sich erklären, dass ein VW-Patriarch (zwar auf Tesla gemünzt) sagt, dass ein solches KFZ nicht in seine Garage kommt? Ich weiss zwar nicht genau, wie sich der Sanktionsmechanismus der CO2-Grenzwerte genau berechnet, aber wenn es mit den reinen Stückzahlen einhergeht, ist logisch, dass volumenträchtige Baureihen dazu verwendet werden, die spritsparende Technik zu verbauen.
VW = Up, Golf
Opel/GM = Ampera (gem. CEO Neumann zu den anderen Baureihen "das schaffen wir auch so")
BMW = 3er, 5er, 7er ActiveHybrid plus i3 für die KLein- und Kompaktklasse
Daimler = Smart bei Kleinstwagen, B-Klasse im Kompaktklassenbereich
usw. die restl. möchte in jetzt nicht alle aufzählen.
Da ich selbst in einer sehr stark den Regularien unterworfenen Branche tätig bin, weiss ich, dass das Bereitstellen von Produkten, Techniken und Lösungen nicht immer am reinen Wunsch des Kunden ausgemacht wird, sondern in erster Linie reiner Selbstzweck "um den eigenen A*** zu retten".
Aus Sicht der Autokonzerne: Die Überschreitung der CO2-Grenzwerte und daraus resultierende Strafzahlungen, so gehe ich davon aus, sind eben nicht als Einbußen des Gewinns steuerlich geltend zu machen, sondern sind tatsächliche Bußgelder, welche steuerlich nicht geltend machen kann.
Eine bittere Pille wird die Bundesregierung auch weiterhin schlucken müssen: Die Großindustrie, und wir sind nuun mal hier nach wie vor ein Autobauerland, wird vermutlich die EEG-Vorteile Energie-intensiver Industrien nicht zurückbauen. Dies würde sonst massiven Abbau von Arbeitsplätzen bedeuten.
Ergo: Nochmals auf das Ursprungsthema zurück: Ich glaube nach wie vor, egal welcher Hersteller, der Bau von Hybrid- und/oder E-Fahrzeugen ist reiner Selbstzweck, auch des Imagewandels wegen. Ein erzwungener Wandel könnte höchstens politisch erfolgen. Da diese aber immer nur temporär angelegt sind, und im Gegensatz zu Monarchien m.E. ebenso der Selbstzweck kurzfristig wegen Machterhalts bei demokratisch legitimierten Regierungen im Vordergrund steht, wird sich in unserem scheinbar so stabilen Land nichts ändern. Ich wünsche mir, dass auch die Diskussionen um die Stromtrassen etc. in Deutschland schnell beigelegt werden und die Parteien sich gegenseitig vermitteln - dass der Russe wieder das Gas abdrehen könnte etc., hat wieder neue Bedeutung gewonnen. Deswegen ist es auch m.W. nach sau dumm, statt ausschließlich auf erneuerbare Energien zu setzen, wieder auf Kohlenmeiler und Gaskraftanlagen. Vielen Dank, schwarz/rot, toll gemacht
Der einzige Druck kann von der Strasse kommen. Das heisst, jeder Verbraucher hat es selbst in der Hand, welches verfügbare Budget er in die Hand nehmen möchte und bereit ist, für Mobilität zu investieren.
Kein bis sehr wenig Budget = öffentliche Verkehrsmittel
wenig Budget = Carsharing Mietwagen (möglichst nur E-Mobile)
mittleres Budget = gebrauchte E-Mobile, massentaugliche Hybride
höheres Budget = E-Mobile Neuwagen/Hybride in massentauglichem Markt (Ampera/Volt, Up/Golf, Nissan Leaf, Renault Zoe etc.)
Luxustypen- und Weiber = Tesla
Deswegen bin ich froh und freu mich schon tierisch auch wenn mein FOH mal nicht viel an mir verdient, dass ich ihm bzw. Hr. Neumann und Fr. Mary Barra einen neuen Ampera abkaufe
Und jetzt noch mal ganz arg Entschuldigung, dass ich den Thread "vergewaltigt"

habe um mich hier auszulassen