Hier die Antwort des BMU auf meine Anfrage:
Sehr geehrter Herr XXX,
für Ihr Schreiben vom 21. Mai bedanken wir uns. Da Herr Bundesminister Altmaier nicht alle Anfragen und Kommentare persönlich beantworten kann, hat er uns gebeten, Ihnen zu antworten.
Ihr Einsatz für den Klimaschutz ist begrüßenswert. Durch den Betrieb eines Elektrofahrzeugs leisten Sie schon heute einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende sowie zur Fortentwicklung der Elektromobilität. Sie sind in Sachen nachhaltiger Mobilität ein Vorbild und das Bundesumweltministerium (BMU) schätzt Ihre Entscheidung sehr.
Vor dem Hintergrund der wachsenden öffentlichen Wahrnehmung von Umweltthemen, wie Lärm, Luftverschmutzung und dem globalen Klimawandel, sowie knapper werdenden Ressourcen und damit steigenden Öl- und Kraftstoffpreisen gewinnen Nachhaltigkeitsziele ebenso wie wirtschaftliche Überlegungen auch in der Logistikbranche zunehmend an Bedeutung. Deshalb fördert das BMU das von Ihnen angesprochene Projekt „CO2-neutrale Zustellung in Bonn“, bei welchem die Deutsche Post AG einer der Projektpartner ist. Den Zuschlag für Fördergelder erhalten nur Projekte, die zur Erforschung des ökologischen und ökonomischen Nutzens der Elektromobilität beitragen, Vorbildcharakter haben und auf andere Projekte übertragbar sind. Insofern stellen die Fördermittel in Höhe von 6 Millionen Euro, die über den Zeitraum vom 01.07.2012 bis 31.12.2016 bereitgestellt werden, keine direkte „Kaufprämie“ dar.
Das Projekt „CO2-neutrale Zustellung in Bonn“ soll drei Bereiche abdecken: Fahrzeugtechnik, Infrastruktur und Energieversorgung sowie Auswirkungen des Elektrofahrzeugeinsatzes auf logistische Prozesse. Alle im Projekt betrachteten Aspekte werden im Rahmen eines dreijährigen Praxistests validiert, um die Qualität der Ergebnisse sowie ihre grundlegende Implementierbarkeit sicherzustellen. Hierfür werden von der Deutschen Post AG über drei Projektphasen insgesamt 144 Elektrofahrzeuge in den Klassen Kleintransporter, Transporter bis 2,8 t sowie Paketzustellfahrzeuge bis 3,5 t beschafft. Die Firma Langmatz GmbH entwickelt die Ladeinfrastruktur und -steuerung. Fragen der Logistik, der Wirtschaftlichkeit und technologische Aspekte der Ladeinfrastruktur werden im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen untersucht.
Das Bundesumweltministerium ist sich sicher, dass die dabei entwickelten Ansätze und Lösungen auch für weitere Unternehmen, die Transportflotten in städtischen Gebieten betreiben (z.B. Lieferanten des Einzelhandels oder städtische Betriebe), interessant sein werden. Somit wird die Markteinführung von Elektrofahrzeugen weiter vorangetrieben. Neben der Forschungsförderung setzt die Bundesregierung weiterhin auf indirekte Anreize, wie z.B. die zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer für Elektroautos. Auf der am 27./28. Mai 2013 stattgefundenen Konferenz „Elektromobilität bewegt weltweit“ wurden Vorschläge, wie z.B. die Benutzung von Busspuren und die Einrichtung von Sonderparkplätzen, erörtert. Das dafür zuständige Bundesverkehrsministerium wird diese Maßnahmen nun prüfen und mit allen relevanten Akteuren diskutieren.
Zusätzlich zu den hier aufgeführten Informationen haben wir auf zwei BMU-Internetseiten eine Reihe weiterführender Informationen zum Thema Elektromobilität zusammengestellt:
http://www.bmu.de/themen/luft-laerm-ver ... mobilitaet
http://www.erneuerbar-mobil.de
Wir hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben und dass Sie auch auf unseren Internetseiten für Sie hilfreiche Informationen und Antworten auf Ihre Fragen finden.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Ihr Bürgerservice im BMU