Noi noi, unsr Doimler, den werds au no in hundert Jooooar no gääääbe...
Zetsche's Beruhigungspillen - da hat er den Beipackzettel falsch gelesen...
Pünktlich vor dem Start der Berichtssaison bei den DAX Konzernen sowie deren Hauptversammlungen wird die Anlegerschaft wieder in Schaaren gestreichelt. Seine Worte sind wie Opium für's traditionelle Aktionärstum seiner Privatanleger. Die brauchen das, dass jemand mit dem Zwiebelbart mal sagt, wo es lang geht...
Ohne Witz, ich kenne von früher Leute, die haben seit Jahrzehnten, na klar, weil se beim "Doimler" waren, Belegschaftsaktien hatten, diese aber im Rentenalter nicht versilbert hatten sondern dann schön in die Neue Marktkrise 2001 schlitterten...
Aber mal Fakten, wenn ich mir die Anteilseigner ansehe:
BlackRock 5,05%
Deutsche Bank Aktiengesellschaft 3,18% (Konzern "erfindet" sich derzeit neu. Fraglich ist, ob es hier bei den Industriebeteiligungen bleibt.)
Kuwait Investment Authority (als Vertreter der Regierung des Staates Kuwait) 6,80%
(Analog dem Emirat Qatar derzeit durch den niedrigen Ölpreis eher gebeutelt; da passt eine E.Auto Strategie nicht zu einem klassischen Automobilhersteller. Man könnte jetzt allerdings die E-Sparte als regulatorisches "Bauernopfer "sehen, zur Absenkung der Flottenverbräuche)
Norges Bank 3,17%
Renault/Nissan 3,10% (reine Logistik/Vertriebsansätze, teilweise im Entwicklungsbereich)
Streubesitz 78,70%
==> Ein schönes Barabfindungsangebot plus Prämie, oder Aktientausch plus Prämie, dann muss Apple nicht mal die Barreserven so sehr aktivieren) Ausserdem: ein Daimler-Hardliner-Fan/Aktionär wird sich entweder an seinen Aktien festklammern oder ist froh, wenn er KEINE Apple Aktien annehmen muss. Daher Könnte das noch ein enherrlichen Showdown geben. Der Rest wird dann unter 5% per Sqeeze out aus dem Markt gedrängt.
Daher ist Daimler so n klassischer Übernahmekandidat.... runde 22% Aktionäre, die im Rahmen der Sperrminorität (</= 25%) hier meine rot markierten, als Wackelkandidaten* gelten, und der Streubesitz über 78%... D.h., private, institutionelle, Fonds, welche Anteile unter der Meldebarriere halten (glaub das waren unter 3%).
Der derzeitige Kurs ist nachdem der Markt hervorragend gelaufen ist (DAX über 11 TP.) an seinem Langzeithoch.
Bekanntermaßen sind die Sommermonate keine Börsenmonate. Ich denke, zwischen Mai und September eines jeden Jahres könnte eine Übernahmeschlacht angezettelt werden.... entweder bei den Tesla Aktionären oder bei Daimler...Der Streubesitz jeweils ist "gefährlich" hoch...
Ich würde also an Zetsche's Stelle an meiner Strategie arbeiten, ob ich den Konzern mittel/langfristig überlebensfähig machen kann und willens bin, oder ob es mir genügt, die Dividende hochzuschrauben und damit mir einen warmen Regen in der Hauptversammlung einzuholen.... Daimler ist im Vergleich zu Größen wie Toyota, VW, GM, Hyundai ein kleiner Player.
Genau an dieser Stelle unterscheiden sich wieder glasklar Unternehmenslenker wie Zetsche und Musk:
Der eine ist kapitalgetrieben, der andere ist ein Enthusiast. Die Unternehmen dazu: Das eine eine Melkmaschine der Kapitalanleger, das andere Innovationstreiber, wo leider etwas der Dampf aus dem Kessel ausweicht...