mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

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Prodatron
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von Prodatron »

Ich denk auch, daß Du nicht geschummelt hast. Denn es kann sehr wohl passieren, daß im Haus mal weniger als 200W gleichzeitig gezogen werden. Dann summt aber gerade wirklich KEIN Kühlschrank und KEINE Wärmepumpe, und die Standby-Geräte benehmen sich sehr vorbildlich im Standby-Modus, was nicht immer zutrifft.

Ich fand es jetzt vor allen Dingen interessant, daß es mittlerweile solche Lösungen gibt:
- der Preis pro Watt beträgt also 2,50€. Bei meiner Photovoltaikanlage betrug er inklusive Montage ohne Batterien 2,00€, aber es ist halt auch ein 10KWp Anlage, da macht die Masse sicherlich was aus
- die 200KWh pro Jahr würden 1052 Sonnenstunden bei einer 0,19KWp Anlage pro Jahr vorraussetzen. In meiner Region (Ruhrgebiet, Deutschland) liegen wir bei nur 900-920 Sonnenstunden im Jahr bei optimaler Südlage/Winkel - OHNE Nachführen der Panels. So völlig unrealisitisch sind die 200KWh/a also gar nicht mal.
- witzig finde ich den Anschluß ans Stromnetz: Man steckt da einfach einen Stecker vom Solarpanel kommend irgendwo rein??? Ein männlicher Stecker soll ja eigentlich Strom ziehen und nicht liefern, sonst kriegt man einen gewischt. Funktioniert das wirklich so primitiv, wie es aussieht? Liegt da erst Strom an, wenn der Stecker eingesteckt ist, oder mußt Du da aufpassen?

Ich überlege mir gerade, ob ich nicht auf meine Garage oder mein Gartenhäuschen noch 2-3 von diesen Dingern baue, da ich 300-600 Watt eh immer selbstverbraucht kriege und ich damit den Rest meiner Batterie-gestützten PV-Anlage etwas entlasten könnte.

CU,
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Martin
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von Martin »

Am Stecker kommt erst Strom raus wenn er in einer Steckdose steckt.
Der Frequenzumrichter benötigt die Netzspannung um sich auf diese zu synchronisieren.
Erst wenn synchronisiert wird geschaltet und eingespeist.
Also erst Plug dann Play
Bild Nicht mal fliegen ist schöner.
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Ampera-Fan
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von Ampera-Fan »

hallo Prodatron,

ein netzgekoppelter Wechselrichter kann nur einspeisen, wenn eine Netzspannung anliegt.

Bei nicht eingestecktem Stecker gibt es also keine Spannung.

Die Problematik bei dieser Art von Netzkopplung ist, daß jemand soviele Teilanlagen auf einen Stromkreis schaltet, daß dieser überlastet werden kann.

Ups, Martin war schneller
Bild
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Gesamtverbrauch (Strom plus Benzin) für 103300 km: ca. 23,4 kWh/100km,
Anteil elektrisch/fossil (80,8%/19,2%) - 83473 km mit 14006 kWh=16,6 kWh/100km ab Steckdose - 19408 km mit 1067 ltr.=5,5 ltr./100km, Lebensdauerverbrauch=1,03 ltr./100km (Stand:23.10.2025)
übrigens: der (bezahlte) Strom kommt von EWS (1g CO²/kWh), physikalisch aber oft von der PV-Anlage
martinsergio
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von martinsergio »

Ich warte jetzt mal auf Montag, wenn endlich die Sonne richtig scheint 8-) und werde das ganze im auge behalten. An unsere techniket im forum, gibt es eine möglichkeit sowas wie einen verbrauchszähler dazwischen zu stecken, der muss halt dann rückwärts zählen? :?:
Prodatron
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von Prodatron »

Das mit der Netzkopplung macht natürlich Sinn, fand das halt nur mit dem recht einfachen Standard-Stecker irgendwie interessant. Hört sich für mich jedenfalls klasse an!
Theoretisch kann man ja über 10 Stück (190Wx10=1900W, 230Vx8A) an einen Sicherungskreis hängen ohne eine Überlastung zu riskieren (?). Klar, daß das in der Menge nicht lohnt, weil festinstallierte in der Masse wirtschaftlicher sind, aber so 2-4 Stück als Ergänzung zur bestehenden Anlage hören sich für mich irgendwie verlockend an, oder überseh ich da noch was? Ich würde dann halt die durchgehend am meist beanspruchte Phase wählen (bei mir L2), allerdings hab ich auch schon einen saldierenden Digital-Zähler, weshalb die Phase eigentlich egal ist :)

CU,
Prodatron
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von martinsergio »

Und nochmal eine Dumme Frage, wenn der Strom ausfällt hat der Wechselrichter ja auch kein Netz mehr und Liefert somit ja auch keinen Strom mehr ins Netz :?: Es liefern ja noch andere Nachbarn ins Netz, warum sollte man dann aufpassen, übersehe ich da was???
Kalchi
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von Kalchi »

Hallo,
Dieser kleine Wechselrichter ist netzgeführt, daher bei Netzausfall nicht gefährlich! Das EVU prüft bei der Inbetriebnahme einer Photvoltaikanlage ganz pingelig, ob der Wechselrichter bei Netzausfall sofort vom Netz fliegt. Ich betreibe einen sogenannten Inselwechselrichter, der kann auch ohne Netz mein Hausnetz einphasig versorgen. Bevor der liefern darf, muss natürlich allpolig der Haus Anschluss vom öffentlichen Netz getrennt werden (manuell oder automatisch). Noch alles ziemlich teuer, aber ein tolles Gefühl der Unabhängigkeit - ist fast wie Amperafahren - hier keine (fast) keine Abhängigkeit von den Ölmultis :D .
:lol:
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von tubist88 »

martinsergio hat geschrieben:Luftwärmepumpe läuft natürlich auch immer
.... daraus schloss ich, daß die zum Beobachtungszeitpunkt lief :-)
In Punkto Fernseher hatte ich mich verschätzt und überlesen, daß er aus war.
Also alles gut, sorry für die Unterstellung.
Tachy
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von Tachy »

BTW: Für das eine Modul eine automatische Nachführung zu bauen, wäre doch eine nette Bastelaufgabe!
tubist88
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Re: mein Stromzähler läuft rückwärts ;)

Beitrag von tubist88 »

Prodatron hat geschrieben: Theoretisch kann man ja über 10 Stück (190Wx10=1900W, 230Vx8A) an einen Sicherungskreis hängen ohne eine Überlastung zu riskieren (?).
Wenn an dem Sicherungskreis nichts anderes hängt als diese Dinger, dann trifft das zu. Das wird aber nicht der Fall sein. Das Problem liegt woanders. Die Leitung wird zwar nicht überlastet, aber die Schutzmaßnahme (Leitungsschutzschalter) wird geschwächt.
Mal angenommen, die Leitung geht von Deiner Unterteilung über Dein Wohnzimmer zum Balkon, wo Du die PV Module angeschlossen hast. Die Zuleitung zu Deinem 600" Fernseher ist irgendwo eingequetscht, die beiden Leiter berühren sich.

Fall 1: Es ist dunkel und Deine PV liefert nichts. Sobald der Kurzschluss soweit fortgeschritten ist, daß mehr als 16A fliessen löst der Leitungsschutzschalter aus und schaltet ab bevor das Kabel brennt.

Fall2: Es ist Mittag und und Du schickst 8A von Deiner PV vom anderen Ende in die Leitung. Nun trennt bei Überschreiten von 16A Kurzschlussstrom der Schutzschalter NICHT mehr, denn über ihn fließen ja nur 8A.
Der Kurzschlussstrom muß also mindenstens 24 A sein, bis er auslöst, und da brennt das Kabel vielleicht schon ...

Deswegen sind diese Balkonanlagen auch nicht zugelassen wenn Du keinen eigenen Stromkreis dafür hast.
Ich hätte auch kein Vertrauen in diese Dinger in Sachen Fehlerstromschutzschaltung. Eine Fehlergleichstrom könnte Deinen Fehlerstromschutzschalter "blind" machen und Deine ganze Wohnung wäre damit ungeschützt. Siehe Problem beim ZOE http://www.goingelectric.de/forum/renau ... 0-220.html
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