he2lmuth hat geschrieben: 19. Mai 2021 07:34
Könntest Du bitte das Wort Schaltvorgang auf die Brennstoffzelle bezogen erläutern? Danke.
Ein- und Ausschalten der Brennstoffzelle.
Wenn die Brennstoffzelle eingeschaltet ist, produziert sie Strom. Der muß verbraucht werden, der Akku hat auch keine unendliche Kapazität.
Sprich: Wenn das Auto ausgeschaltet wird, wird die Brennstoffzelle ausgeschaltet, startet man das Fahrzeug, wird sie eingeschaltet.
Bei Brennstoffzellen-BHKWs heißt es, maximal ein Schaltvorgang innerhalb von 24 Stunden.
Das läßt sich bei PKWs wohl kaum einhalten.
Beim Ausschalten kühlt die Brennstoffzelle ab, beim Einschalten wird sie richtig warm oder sogar sehr heiß (je nach Typ).
Das zieht thermische Belastungen nach sich, unter denen der Stack leidet, er wird porös, bekommt Risse und (ungewollte) Löcher, durch die dann auch Elektronen durchkommen können (es sollen aber nur die größeren Protonen durch). Der Wirkungsgrad geht im Laufe der Zeit runter bis hin zum Komplettausfall.
Daher einmal einschalten, das Ding läuft bei gleichbleibender Betriebstemperatur durch bis zu einem Zeitpunkt, wo man halt wirklich mal eine Wartung machen muß.
Sowas wird sich bei einem PKW kaum durchhalten lassen. Die häufigen Schaltvorgänge gehen daher auf die Lebensdauer des Stacks.
Der Stack ist als Einzelteil eines der teuersten Dinge an einer Brennstoffzelle.