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Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 5. Nov 2014 22:40
von Nachbars Lumpi
Bei 28€ pro Jahr für den Ampera wäre das auch keine erwähnenswerte Förderung. ;)

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 6. Nov 2014 08:44
von he2lmuth
So isses denn ein 150 PS Benziner zahlt wieviel Steuern?
Die Differenz zu den 28 € ist die Förderung :lol: :evil:

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 6. Nov 2014 14:42
von Nachbars Lumpi
He2lmuth die 28€ sind der normale Preis für Euro 5 Abgasnorm.
2€ pro 100ccm Hubraum plus 2€ pro Gramm Mehrausstoß an CO2 über 95g/km.

Der Ampera hat 1.4l Hubraum bei 28g/km Co2.
Also CO2 ist unter dem Grenzwert somit ist die Steuerlast 14x2€ = 28€.

Also nichts mit Förderung.

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 7. Nov 2014 21:23
von mainhattan
der Bundesrat sieht den Gesetzesvorschlag der Bundesregierung kritisch.

U.a. die Systematik der angedachten Kennzeichnung... Habe ja gleich vorgeschlagen, eine Plakette zu nehmen. Bums aus, einfach und Idiotensicher.
http://www.pressrelations.de/new/standa ... d&quelle=0

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 7. Nov 2014 22:20
von Nachbars Lumpi
Klar macht es eine Plakette einfacher. Jedoch werden sie uns dann wieder Geld dafür abnehmen. ;)

Warum versteifen die sich so auf gewerbliche Fahrzeuge? Im privaten Sektor steckt viel mehr potential. Mit der Förderung für 10000 gewerbliche Fahrzeuge könnte man u.U. bei 15000 oder 20000 Privatleuten das Ziel erreichen, daß sie ein Elektrofahrzeug kaufen.
Auch haben gewerbliche Fahrzeuge keine Überzeugungskraft. Das geht nur über die Nachbarn, Freunde oder Familie, die sich eins gekauft haben und davon schwärmen.

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 8. Nov 2014 06:13
von mainhattan
Nachbars Lumpi hat geschrieben:Klar macht es eine Plakette einfacher. Jedoch werden sie uns dann wieder Geld dafür abnehmen. ;)
Was sind schon 5,00 Euro gegen 20,00 Euro Umkennzeichnungskosten? Geschweige von den Zusatzkosten, welche bei den Versicherern entstehen. Die lassen sich das schön über die Prämien bezahlen.
Nachbars Lumpi hat geschrieben:Warum versteifen die sich so auf gewerbliche Fahrzeuge? Im privaten Sektor steckt viel mehr potential. Mit der Förderung für 10000 gewerbliche Fahrzeuge könnte man u.U. bei 15000 oder 20000 Privatleuten das Ziel erreichen, daß sie ein Elektrofahrzeug kaufen.
Die Bundesregierung steht doch derzeit unter Beschuss, sie solle mehr investieren bzw. Investitionsanreize bieten. Wenn also z.B. ein Gewerbetreibender (vom Kioskbetreiber bis zum Mittelständler) über ein denkbares KFW-Programm z.B. für 1% seinen Fuhrpark finanzieren kann, was ist an dieser Außenwirkung schlecht? Fuhrparks werden von Mitarbeitern gefahren und diese machen ihre Erfahrungen. Auch hier im Forum gibt es einige, die bei (halb)öffentlichen Arbeitgebern z.B. in den Genuss des Amperas kommen. Nur wer Erfahrungen gemacht hat, positive wie negative, sorgt für Gesprächsstoff. Alles Andere bleibt auf dem Niveau von Scheisshausparolen ;)
Es ist für die Regierung einfacher, mit Investitionsanreizen für Arbeitgeber und Leistungsträger in der Gesellschaft zu punkten, als wie seinerzeit mit der Abwrackprämie Hinz und Kunz ein paar Euro in den Hintern zu schieben, wertvolle Steuermilliarden zu verschleudern, welche letztlich nur den einen gedient hat - den Dacia, Chevrolet, Hyundai und Kia im Kleinwagensegment. Und darüber hinaus nur eine fiskale Umverteilung erfolgt ist.... nehme Steuergeld und vereinnahme davon wieder 19% Ust und den Rest von 81% schickt man nach Rumänien, Korea.
Nachbars Lumpi hat geschrieben:Auch haben gewerbliche Fahrzeuge keine Überzeugungskraft. Das geht nur über die Nachbarn, Freunde oder Familie, die sich eins gekauft haben und davon schwärmen.
Ja da magst Du bedingt recht haben, Martin. Aber: Wenn man den emotionalen Aspekt draußen lässt, zählen Fakten und Klientelpolitik. Man darf nicht vergessen, dass in Deutschland der Beschäftigungstabilitätsanker im Kleingewerbe und Mittelstand zu finden ist und eben nicht bei den internationalen Hotelketten (welche sich über die USt.-Absenkung von 19% auf 7% nach wie vor freuen) sowie Groß(kotz)Konzerne, welche eben mal schnell ihren Firmensitz woanders hinverlegen, ggf. auf Steuerparadies ausweichen, um der Steuerlast zu entfleuchen... :lol:

Z.B. Deutsche Bank - Was daran noch Deutsch ist wissen die Wenigsten - auch ich nicht - höchstens noch der Name.

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 8. Nov 2014 07:07
von mainhattan
Eine Ergänzung hätte ich noch.

Herr Schäuble sollte mal endlich seine Hausaufgaben bzw. den Schrott seiner Vorgänger über die letzten 40 Jahre bereinigen.

Stichwort "ermäßigter Umsatzsteuersatz" <> regulärer Steuersatz.

Ich plädiere für einen äußerst radikalen Denkansatz.
Alle Güter und Dienstleistungen, welche dem ökologischen Grundansatz "Bio & nachhaltig" entsprechen, mit einem Steuersatz von 10% zu belegen. Dies bedeutet eine Steuererhöhung um 3% für bestimmte Güter (z.B. Bio-Lebensmittel).
Darüber hinaus würde ich auch das konventionell hergestellte Gut mit 21% Steuersatz belegen. Dies bedeutet eine abermalige Erhöhung um 2%.

Darüber müssten die relevanten Güterlisten welche überhaupt infrage kommen, radikal überdacht werden.

Bsp.: (in Klammer Steuersatz)
Täglicher Bedarf:
Biomilch >>> 10% (Preis alt (7%) 1,09 / Preis neu (10%) 1,12)
konv. Milch >>> 21% (Preis alt (7%) 0,69 / Preis neu (21%) 0,78)

Dienstleistungen:
Ökostrom >>> 10% (Preis alt (19%) 0,25 / Preis neu (10%) 0,23)
konv. Strom >>> 21% (Preis alt 0,24 / Preis neu 21%) 0,25)

Investition (Auto):
E-Golf >>> 10% (Preis alt (19%) 35.000 / Preis neu (10%) 32.350)
Golf TDI >>> 21% (Preis alt (19%) 30.000 / Preis neu (21%) 30.504)

Förderung ethisch, moralischer, ökologischer, nachhaltiger Erzeugung und Verbrauch!

Die Liste lässt sich beliebig fortschreiben. Überlegung ist es eben, konventionelle Güter mit einem höheren Steuersatz zu bestrafen, im Vgl. zu den grünen Varianten.

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 8. Nov 2014 14:37
von Nachbars Lumpi
Matthias, beim zweiten Posting bin ich bei dir.

Leider ist es aber so, daß wenn es keine Förderung für private Fahrzeuge gibt mögen die Leute, die auf der Arbeit einen Stromer fahren dürfen, begeistert sind, aber es ihnen für privat zu teuer wär. Weiter werden sie von den Hinz und Kunz Nachbarn gegen Stromer aufgehetzt. Hat der gemeine Nachbar dann noch eine noch größere Dreckschleuder vor der Garage braucht Otto-Normal Autofahrer eine noch größere Verbrennerkarre.

So läuft es leider beim gemeinen Volk, daß die ganze Propaganda glaubt. Das Auto ist ein Statussymbol und das mus größer, lauter und umweltunfreundlicher als das der Nachbarn sein.

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 8. Nov 2014 17:37
von Weißer Volt
Nachbars Lumpi hat geschrieben:Das Auto ist ein Statussymbol und das mus größer, lauter und umweltunfreundlicher als das der Nachbarn sein.
Ich habe von einer Studie gehört, dass jüngere Erdbewohner nicht mehr soviel Wert auf Autos legen würde. Fortbewegen kann man sich auch anders.

Re: Förderung von Elektro-Autos beschlossen

Verfasst: 8. Nov 2014 20:59
von agentsmith1612
Weißer Volt hat geschrieben:
Nachbars Lumpi hat geschrieben:Das Auto ist ein Statussymbol und das mus größer, lauter und umweltunfreundlicher als das der Nachbarn sein.
Ich habe von einer Studie gehört, dass jüngere Erdbewohner nicht mehr soviel Wert auf Autos legen würde. Fortbewegen kann man sich auch anders.
Das kommt drauf an wo man die Leute fragt. Die Jugendliche die in der Stadt wohnen und auch dort groß geworden sind bei denen stimmt das wohl stark. Teilweise sind die auch ohne Auto groß geworden und selbst wenn nicht kennen sie den ewigen Stau und das ewige Parkplatzproblem.
Die die vom Land kommen, dort groß geworden sind, die wissen, ohne Auto geht es dort gar nicht oder nur sehr sehr mühsam.

Man muss sich im Leben eben entscheiden, möchte ich mit Haus und Garten im Grünen wohnen dafür aber ggf. längere Fahrzeiten in Kauf nehmen oder eben zentral stätisch wohnen und dafür nicht so viek Platz und vielleicht keinen Garten haben.
Wobei ich nie das Argument verstehe "ich möchte in der Stadt wohnen weil ich alles zentral haben möchte." Aber dennoch ein Auto besitzen und sich über nicht vorhandene Parkplätze beschweren.