Ampera-Pete hat geschrieben:
Prius Plug-In: 4,6 l/100 km
Ampera: 7,1 l/100 km
BMW i3: 8,5 l/100 km
Betrachtet man die Antriebskonzepte, verwundert diese Unterschiede nicht mehr besonders:
Prius: seriell-paralleler Hybrid mit relativ großem Verbrenner (1,8 l / 99 PS)
Ampera: seriell-paralleler Hybrid mit mittelgroßem Verbrenner (1,4 l / 86 PS)
I3. serieller Hybrid mit kleinem Verbrenner (650 ccm / 34 PS)
Man muss aber dazu noch berücksichtigen, dass der Prius einen ganz anderen Verbrennungsprozess nutzt (Atkinsonprozess). Dadurch wird die Leistung verringert aber die Effizenz in der Art gesteigert, dass selbst durch alle anderen motorischen Maßnahmen die wir heute so haben nicht an den Wirkungsgrad ran kommen. Daher auch der Große Hubraum im Prius. Mit einem normale betriebendem Verbrenner gleicher Hubraumklasse hat der Prius nicht viel zu tun. Deswegen aus techschnischer Sicht nicht ganz vergleichbar, aber hier gehts ja ums Auto und den Verbrauch.
Ampera-Pete hat geschrieben:
Das widerlegt schon mal die Behauptung einiger hier, ein größerer Verbrennungsmotor würde automatisch den Verbrauch erhöhen, bzw. ein kleinerer RE würde den Verbrauch senken.
Sehe ich auch so, wobei man eben wie hier auch schon öfter erwähnt genau das Ziel vor Augen haben muss. Die drei Beispiele zeigen oben drei verschiedene Zielsetzungen.
- Prius: möglichst wenig Verbrauchen, Häufigkeit des Einsatzes des Verbrenners egal
- Ampera: Mittelding
- i3: Möglichst immer elektrisch fahren, Optional dann den kleinen RE, wenn man es wirklich mal braucht, aber doch eher nur ein Notstromaggregat, für dauerhafte Einsätze auf Langstrecken nicht gedacht und nicht gebaut, daher war der Verbrauch auch eher egal, denn er soll eh nur selten laufen
Ampera-Pete hat geschrieben:
Was den VW Golf GTE angeht:
Effizienzrückschritt? Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Der TSI-Motor (1,4 l / 150 PS) ist deutlich moderner als der Ampera-Motor. Das Antriebssystem ermöglicht den wirkungsgrad-günstigen Parallel-Hybrid-Betrieb. Ich gehe davon aus, dass der GTE im Verbrennerbetrieb sparsamer sein wird als der Ampera.
Der GTE bedeutet nicht Effizienzrückschritt sondern der Ampera hat im Verbrennerbetrieb ein Effizienzproblem, was hoffentlich beim Nachfolger verbessert wird.
Ob das wirklich so ist werden wir sehen. Im Golf GTE haben wir weiterhin das Problem, dass die Geschwindigkeit und Leistung die wir haben wollen stark von der Drehzahl des Verbrenner abhängig ist. Da wir eine fest mechanische Kopplung zwischen Rädern, Getriebe und Motor haben die die Drehzahl und damit sind auch etliche unterschiedliche Betriebszustände die auf den Motor einwirken. Dazu kommt dann noch das DSG Getriebe.
Sicher kann man diese Drehzahlen etwas verringern durch den gezielten Einsatz des E-Motors. Dennoch wird der Verbrenner im GTE nicht so steuerbar sein wie im Ampera wo er ja komplett unabhängig von allem ist (einzig der Batterieladestand hat einen Einfluss).
Aber auch hier wieder die Frage: Welche Ziel wird mit dem GTE verfolgt? Wohl ähnliches wie mit dem Ampera. Täglich mit Elektronen fahren und bei weiten Strecken ein ganz normales Auto haben. Aber wozu dann soviel Leistung + Getriebe?
Gut man spart sich den Generator der wird aber sicher weniger anfällig sein wie ein DSG Getriebe.
Verbrauchsvergleich Golf GTE und Ampera darauf bin ich gespannt.
Meine Vermutung, in der Stadt wird der Ampera effizienter sein, auf der Autobahn der GTE.