Vorwort: Tachy entschuldige bitte, das ich dieses Ampera-Forum hier "Missbrauche", mir ist aber der Kragen geplatzt, so Freunde mehr habt Ihr dazu nicht zu sagen ? Ich aber. Ich bin tiefst enttäuscht von dieser Regierung. Merkel mit ihrer Wahlkampfrede in Heiligendamm "Deutschland muß im Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen." - Und was davon übriggeblieben ist, weitgehende Entlassung in Mittelständischen Betrieben die was für die alternative Energie tun.
Kein Kahlschlag für die Solarförderung!
Bundeswirtschaftsminister Rösler und Umweltminister Röttgen haben am 23. Februar in Berlin einen Entwurf zu Kürzungen bei der Photovoltaik-Vergütung vorgestellt.
Sollte dieser Entwurf zum Gesetz werden, wird das drastische Auswirkungen auf die Solarbranche haben. Besonders den Mittelstand wird es hart treffen: In den vergangenen Jahren haben gerade mittelständische Unternehmen tausende Arbeitsplätze in der Solarbranche geschaffen. Diese werden durch den Entwurf der beiden Politiker massiv bedroht.
Argumente gegen die Kürzungen:
Die Politik ist unglaubwürdig
Sie kündigt einseitig die mit der Solarwirtschaft getroffene Roadmap zum Ausbau der Solarenergie.
Sie stellt sich konträr zur Umsetzung der Energiewende.
Sie betreibt Kahlschlag innerhalb der Solarwirtschaft, gefährdet Arbeitsplätze und Projekte und verunsichert Investoren.
Der jetzige Zubau der Solarindustrie in Deutschland kostet den Stromkunden nur noch Cent-Beträge.
Zur Verdeutlichung: Die bisher installierte Menge an Photovoltaik in Deutschland kostet den Verbraucher monatlich gerade einmal so viel, wie ein Latte Macchiato. Ein Zubau fällt quasi nicht mehr ins Gewicht, er kostet weniger als ein Schuss Extrasirup. Umso unverständlicher sind die radikalen Kürzungspläne.
Wer jetzt die Förderung extrem stark kürzt, der würgt eine ganze Branche ab.
Eine Branche, die in den letzten Jahren zehntausende Arbeitsplätze geschaffen hat. Besonders mittelständische Unternehmen wird die geplante Kürzung stark treffen.
Die Bevölkerung steht hinter der Solarindustrie.
Die Deutschen sind mehrheitlich der Meinung, dass die Regierung zu wenig für den Ausbau der Solarenergie (aktuelle Emnid-Umfrage).
Faktencheck Solarenergie
Scheint in Deutschland überhaupt genug Sonne? Reicht die Windkraft denn nicht aus, um die Energiewende zu erreichen? Und wer profitiert eigentlich vom Ausbau der Solarenergie? Diesen und weiteren Fragen geht der Faktencheck Solarenergie auf den Grund.
Energieversorgung
Vorurteil 1: Solarstrom bringt fast nichts für Deutschlands Energieversorgung.
Fakt: Bei gutem Wetter und zur Mittagszeit erzeugen Solaranlagen in Deutschland mehr Strom als sämtliche aktuell betriebenen Atomkraftwerke.
Stromnetzbelastung
Vorurteil 2: Zu viel Solarstrom überlastet das Netz
Fakt: Solarstromanlagen belasten die Netze vergleichsweise wenig und können sie sogar entlasten.
Wie eine Umfrage des Bundesverbands Solarwirtschaft unter Verteilnetzbetreibern vom Herbst 2010 belegt, ist der weitere Ausbau der Photovoltaik für das deutsche Stromnetz vergleichsweise unkritisch. Solarenergie wird dezentral erzeugt und das vor allem dann, wenn auch viel Energie benötigt wird.
Ausbau Solarenergie
Vorurteil 3: Der Bau von Solaranlagen ist Unsinn, weil andere Erneuerbare den Strom viel billiger erzeugen.
Fakt: Solarstrom ist für die Energiewende unverzichtbar und wird laufend günstiger.
Noch ist Solarstrom teurer als Strom aus Wind- und Wasserkraft. Für die Energiewende brauchen wir aber alle Formen der erneuerbaren Energien. Solaranlagen funktionieren an nahezu jedem Standort, kommen ohne bewegliche Teile aus und lassen sich in fast jeder beliebigen Größe realisieren. Zwar ist die Vergütung des Solarstroms noch höher als die der anderen erneuerbaren Energien. Die Kosten in der Solartechnikbranche sinken jedoch weiter rapide. So sind Solaranlagen seit 2006 um mehr als 58 Prozent im Preis gesunken und werden langfristig vermutlich die günstigste Form der Stromerzeugung darstellen.
Kosten
Vorurteil 4: Solarstrom ist viel teurer als Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken.
Fakt: Nur solange deren milliardenteuren Umweltschäden nicht eingerechnet werden.
Energieversorgung
Vorurteil 5: Nur Großkraftwerke können die Stromversorgung sicherstellen.
Fakt: Die Energieversorgung der Zukunft ist dezentral.
Verfügbarkeit
Vorurteil 6: In Deutschland scheint die Sonne viel zu wenig.
Fakt: Photovoltaik ist auch in Mitteleuropa absolut sinnvoll und lohnenswert.
Selbst im Norden Deutschlands reichen schon 40 Quadratmeter Solarmodule aus, um den elektrischen Jahresbedarf eines Durchschnittshaushalts zu decken.
Wer profitiert?
Vorurteil 7: Von Photovoltaik profitieren nur Hausbesitzer oder Geldanleger.
Fakt: Solarstrom schafft viele Jobs mit Zukunft und das vor allem im Mittelstand. Rund 100.000 Menschen arbeiten derzeit in der deutschen PV-Branche.
Wirtschaftsstandort Deutschland
Vorurteil 8: Die Förderung der Erneuerbaren schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland.
Fakt: Die Erneuerbaren sparen Milliarden für Energieimporte und kurbeln die heimische Wirtschaft an.
Strompreis
Vorurteil 9: Besonders die Photovoltaik treibt die Strompreise hoch.
Fakt: Besonders Solarstrom senkt massiv die Einkaufspreise an der Strombörse.
Tatsächlich wird ein Teil der Förderkosten für erneuerbare Energien auf den Strompreis umgelegt – über die sogenannte EEG-Umlage. Die Umlage berücksichtigt jedoch nicht die kostendämpfenden Effekte der erneuerbaren Energien, obwohl auch sie unbestreitbar vorhanden sind.
Erneuerbare Energien
Vorurteil 10: Erneuerbare Energien sind nur eine fixe Idee von Ökofreaks.
Fakt: Erneuerbare Energien sind alternativlos, weil alle anderen Energieträger endlich sind.
Quelle:
http://www.juwi.de/solarenergie/eeg_2012.html