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Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 24. Feb 2015 19:17
von mainhattan
...Tja lieber Herr Zetsche, der Vergleich mit den Handys hinkt gewaltig...

Nokia ritt auch auf hohem Roß, Research in Motion (Blackberry) bei den Business Handys.
Wer spricht heute noch über die Marken ?
;)

Wacht auf, Ihr deutschen Autokonzerne....!

http://ecomento.tv/2015/02/24/daimler-c ... ign=buffer

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 24. Feb 2015 20:05
von Martin
Tesla hatte auch keine Erfahrung... Was wäre wohl aus denen geworden mit dem finanziellen Background von Apple.

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 24. Feb 2015 20:25
von Michel-2014
Wichtig in dem Zusammenhang: kaum etwas was in über 100 Jahren entwickelt wurde brauch man noch für ein eAuto. Also die tollen 9 Gang ZF Getriebe oder Rußfilter mit Pipi Einspritzung, 3 Fach Turbos und ähnlich "haltbare" und wartungsfreie Technik ;-)

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 24. Feb 2015 21:20
von Aaamperaaa
Zetsche meint dass Apple auch keine Angst hätte wenn Daimler ins Handy-Geschäft einsteigen würde. Das stimmt zwar schon aber er hat dabei nicht berücksichtigt dass im vergleich zu Apple Daimler nur eine kleine Klitsche ist. (Wenn man die Marktkapitalisierung vergleicht)

Es ist an der Zeit das Apple mal wieder eine Delle ins Universum boxt ;)

Leider wird das Projekt iCar viele Jahre dauern bis es realisiert ist. Das ist ein viel größeres Unterfangen als damals die iPhone Einführung. Die Infrastruktur wie Schnellladestationen, Service-Center usw.. müssen erst noch weltweit installiert werden. Apple verfügt über die finanziellen Mittel dieses Projekt umzusetzen.

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 25. Feb 2015 07:18
von mainhattan
Noi noi, unsr Doimler, den werds au no in hundert Jooooar no gääääbe... :lol:

Zetsche's Beruhigungspillen - da hat er den Beipackzettel falsch gelesen...
Pünktlich vor dem Start der Berichtssaison bei den DAX Konzernen sowie deren Hauptversammlungen wird die Anlegerschaft wieder in Schaaren gestreichelt. Seine Worte sind wie Opium für's traditionelle Aktionärstum seiner Privatanleger. Die brauchen das, dass jemand mit dem Zwiebelbart mal sagt, wo es lang geht...

Ohne Witz, ich kenne von früher Leute, die haben seit Jahrzehnten, na klar, weil se beim "Doimler" waren, Belegschaftsaktien hatten, diese aber im Rentenalter nicht versilbert hatten sondern dann schön in die Neue Marktkrise 2001 schlitterten...

Aber mal Fakten, wenn ich mir die Anteilseigner ansehe:

BlackRock 5,05%
Deutsche Bank Aktiengesellschaft 3,18% (Konzern "erfindet" sich derzeit neu. Fraglich ist, ob es hier bei den Industriebeteiligungen bleibt.)
Kuwait Investment Authority (als Vertreter der Regierung des Staates Kuwait) 6,80%
(Analog dem Emirat Qatar derzeit durch den niedrigen Ölpreis eher gebeutelt; da passt eine E.Auto Strategie nicht zu einem klassischen Automobilhersteller. Man könnte jetzt allerdings die E-Sparte als regulatorisches "Bauernopfer "sehen, zur Absenkung der Flottenverbräuche)
Norges Bank 3,17%
Renault/Nissan 3,10% (reine Logistik/Vertriebsansätze, teilweise im Entwicklungsbereich)
Streubesitz 78,70%
==> Ein schönes Barabfindungsangebot plus Prämie, oder Aktientausch plus Prämie, dann muss Apple nicht mal die Barreserven so sehr aktivieren) Ausserdem: ein Daimler-Hardliner-Fan/Aktionär wird sich entweder an seinen Aktien festklammern oder ist froh, wenn er KEINE Apple Aktien annehmen muss. Daher Könnte das noch ein enherrlichen Showdown geben. Der Rest wird dann unter 5% per Sqeeze out aus dem Markt gedrängt.

Daher ist Daimler so n klassischer Übernahmekandidat.... runde 22% Aktionäre, die im Rahmen der Sperrminorität (</= 25%) hier meine rot markierten, als Wackelkandidaten* gelten, und der Streubesitz über 78%... D.h., private, institutionelle, Fonds, welche Anteile unter der Meldebarriere halten (glaub das waren unter 3%).
Der derzeitige Kurs ist nachdem der Markt hervorragend gelaufen ist (DAX über 11 TP.) an seinem Langzeithoch.
Bekanntermaßen sind die Sommermonate keine Börsenmonate. Ich denke, zwischen Mai und September eines jeden Jahres könnte eine Übernahmeschlacht angezettelt werden.... entweder bei den Tesla Aktionären oder bei Daimler...Der Streubesitz jeweils ist "gefährlich" hoch...


Ich würde also an Zetsche's Stelle an meiner Strategie arbeiten, ob ich den Konzern mittel/langfristig überlebensfähig machen kann und willens bin, oder ob es mir genügt, die Dividende hochzuschrauben und damit mir einen warmen Regen in der Hauptversammlung einzuholen.... Daimler ist im Vergleich zu Größen wie Toyota, VW, GM, Hyundai ein kleiner Player.
Genau an dieser Stelle unterscheiden sich wieder glasklar Unternehmenslenker wie Zetsche und Musk:
Der eine ist kapitalgetrieben, der andere ist ein Enthusiast. Die Unternehmen dazu: Das eine eine Melkmaschine der Kapitalanleger, das andere Innovationstreiber, wo leider etwas der Dampf aus dem Kessel ausweicht...

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 25. Feb 2015 09:12
von Nachbars Lumpi
Wird das dann ein iDaimler, den die Leute dann fahren? :lol:

Matthias, wenn es hier im Forum ging wuerdest du ein "gefaellt mir" fuer dein letztes Posting bekommen. Die Aktionaerslandschaft sollte man bei solchen Aussagen wie Zetsche es gemacht hat immer im Auge halten. Jedoch sehe ich Nissan/Renault nicht direkt als Wackelkandidaten, denn sie profitieren zu sehr von der Beteiligung. Noch jedenfalls und das wird auch noch zwei oder drei Jahre so weiter gehen..... Das wird sich durch eine Ausweitung der alternativen Antriebe in diesem Konzern aber geben, dass sie sich eine andere Beteiligung suchen.

Ich denke auch, dass sich der Diedoa etwas weit aus dem Fenster lehnt. Genauso wie die anderen deutschen Automobilbauer. Andere haben die Zeichen der Zeit erkannt und kuendigen an was das Zeug haelt, um zumindest die derzeitigen Kunden bei der Stange zu halten und im gleichen Segment neue zu gewinnen.
Die deutschen Hersteller sind hier zu verhalten bzw halten zu sehr an altbewaehrtem fest. Es geht eigentlich fast ausschliesslich in die Hybridrichtung. Bei der Entwicklungsgeschwindigkeit, die wir von unseren Autobauern kennen ist der Markt wieder zwei bis drei Schritte weiter bis die C-Klasse oder die halbe Audiflotte als Plug-Ins kommen.

Ich denke auch man sieht sich hier mehr als Stabilitaetsgroesse als als Innovationsmotor. In den letzten 80 Jahren der Automobilgeschichte war dies eine gute Strategie. Nur heute wo der Markt im Wandel ist, bzw der Wandel sich langsam ankuendigt, besteht die Gefahr sich selbst die potentiellen Kunden abzugraben. Den Herstellern ist klar, dass die Aenderung mit Investitionen einher gehen muss, um Mensch und Maschinen bereit zu machen. Auch muss man seine Zulieferer foerdern und fordern. Das alles hat mit Geld zu tun, dass erstmal liquide gemacht werden muss. Hier kommen wir wieder zu dem Problem, das die Hueter der Finanzen in den Konzernen wieder Alarm schlagen, da die Reserven kleiner oder gar knapp werden.

Fuer die grossen deutschen Autobauer wird die Umstellung von Bezin auf H2 oder Elektro ein richtiger Drahtseilakt werden. Das bisherige Verhaeltnis von Ruecklagen, Investitionen und Absatz/Umsatz und Gewinn wird sich dramatisch in der Automobilindustrie aendern. Wir werden sehen, dass Investitionen fuer Innovationen direkt mit Absatz/Umsatz einher gehen werden. Nicht wie heute, dass recht geringe Investitionen fuer echte Innovationen ausgegeben werden muessen.

In den naechsten 10 Jahren, werden wir immer wieder erleben, dass die Industrie in Schieflage geraet, weil der Absatz fehlt und mehr und mehr heutige Elektronik- und IT-Hersteller auf den Automarkt draengen und zum Teil aus Sicht der klassischen Automobilhersteller unverschaemte Preise verlangen werden.

Allerding befuerchte ich, dass wir hier durch eine weitere Konzentration von Alltagsguetern bei den grossen Elektronik- und IT-Herstellern langfristig zum Nachteil fuer uns Kunden bzw Menschen werden. Diese Konzerne werden damit ihre Vormachtstellung im Bezug auf den glaesernen Menschen weiter "in Sinne der Marktforschung" ausbauen. Durch ihre Geldreserven koennten diese Unternehmen ganze Staaten in Schieflage bringen. Auch betreiben diese Branchen noch recht wenig bis gar keine Lobbyarbeit. Dies wird sich dann auch aendern, um an noch mehr Informationen ueber uns zu kommen. Das ist halt die Kehrseite der Medallie, die ich befuerchte. Dann sollte es doch lieber so ablaufen, dass die heutigen Automobilbauer den Markt genug kontorllieren koennen, dass sie sich umstellen und auch liefern koennen bevor es ein anderer kann.

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 25. Feb 2015 21:35
von Aaamperaaa
Apple würde niemals Daimler kaufen wollen!
Zum einen werden die kein deutsches Unternehmen kaufen. Im Land der Bürokraten, Bedenkenträger und Erfinder der "German Angst" kann man keine Auto-Revolution starten. Das würde eine unendliche Geschichte werden und im Fiasko münden.

Vorher kaufen sie noch GM oder einen anderen US-Hersteller. Aber die bisherigen Produkte der Auto Hersteller passen nicht in die Apple-Welt.

Apple wird sich höchstens mal einen Zulieferer kaufen wenn sie der Meinung sind, dass die Mitbewerber nicht in den Genuss kommen sollten (z.B. Gigafactory) oder sie mehr Kontrolle ausüben wollen.

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 25. Feb 2015 22:21
von Martin
Ich habe auch keine Angst vor dem iCar.
Das wird wie die Telefone zu vielen dingen inkompatibel sein.Am ende fährt es nur auf Straßen die Apple gebaut oder man muss die Garantie in den wind schreiben und ein Jailbreak im iCar installieren. :lol:
Nicht zu vergessen das es zum Laden einen speziellen Applestecker besitzt und somit nicht an den Standardlösungen angeschlossen werden kann.
Dieser wird dann auch bei der zweiten iCar Generation wieder geändert, damit man alles neu kaufen muss.

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 26. Feb 2015 05:50
von mainhattan
Martin hat geschrieben:Ich habe auch keine Angst vor dem iCar.
Das wird wie die Telefone zu vielen dingen inkompatibel sein.Am ende fährt es nur auf Straßen die Apple gebaut oder man muss die Garantie in den wind schreiben und ein Jailbreak im iCar installieren. :lol:
Nicht zu vergessen das es zum Laden einen speziellen Applestecker besitzt und somit nicht an den Standardlösungen angeschlossen werden kann.
Dieser wird dann auch bei der zweiten iCar Generation wieder geändert, damit man alles neu kaufen muss.
Naaaaaaa... :lol:
da findet sich ja Apple mit Tesla (Stichwort Supercharger) hervorragend zusammen :twisted:

Re: Wer hat Angst vor'm Apple iCar... Dieter nicht!

Verfasst: 26. Feb 2015 06:01
von mainhattan
Aaamperaaa hat geschrieben:Apple würde niemals Daimler kaufen wollen!
Das kann mann Apple auch nicht verübeln ;)
Vorher kaufen sie noch GM oder einen anderen US-Hersteller. Aber die bisherigen Produkte der Auto Hersteller passen nicht in die Apple-Welt.
Das ist jetzt aber ein Widerspruch in sich ;)
Tesla und Apple würden hervorragend zueinander passen. Zielpuplikum: Gut betuchte Enthusiasten für High end Geräte, hohe Qualität im Premium Segment, da Akkus halten bei beiden recht lange :lol: , Steve Jobs lebt zwar nicht mehr, Musk könnte aber den Unternehmergeist wieder auf Apple projizieren, hoch motivierte Mitarbeiter, ein Personaltransfer (gewollt/ingewollt :?: ) findet ja schon heute statt...
Apple wird sich höchstens mal einen Zulieferer kaufen wenn sie der Meinung sind, dass die Mitbewerber nicht in den Genuss kommen sollten (z.B. Gigafactory) oder sie mehr Kontrolle ausüben wollen.
Was wollen die damit? Das machen die vielleicht auf der Marktseite KUNDE, aber nicht auf ihrer Einkäuferseite. Sie zahlen einfach bessere Preise, als beispielsweise Samsung, Huawei, HTC etc. ... sonst hätten Sie z.B. gleich Dialog Semiconductor, um nur eine Firma zu nennen, ganz gekauft!