Fazit nach zwei Tagen probefahren
Verfasst: 13. Apr 2012 23:23
Ich hatte gestern und heute einen Ampera zur freien Verfügung. Ich wollte ihn eigentlich mieten, aber der FOH hat ihn mir umsonst überlassen. Hut ab, vor so viel Vertrauen und Dienst am (eventuellen) Kunden!
Ich konnte das Auto unter realen Bedingungen in meinem Alltag fahren. Also mein Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, usw.
Hier eine kleine Zusammenstellung, was mir aufgefallen ist. Fairerweise wechsle ich mit positiven (+) und negativen (-) Eindrücken ab.
+ Der Ampera ist wirklich sehr angenehm zu fahren. Man fährt irgendwie entspannt, aber ohne zu schleichen.
- Das angenehme Fahren ändert sich schlagartig, wenn man parken muss. Das Ding ist breit und extrem unübersichtlich. Beim Fahren stört zudem die breite und weit vorne liegende A-Säule.
+ Die elektrische Reichweite lag auch ohne spezielle Sparmassnahmen bei über 60Km.
- Die Kopffreiheit auf den Rücksitzen ist zu klein für Personen über 180cm. Ich bin 181cm und schlage mit dem Kopf bei der kleinsten Bewegung seitlich an der Dachkante an. Leute ab ca. 183cm kommen mit dem Dach in Berührung und können somit nicht normal sitzen (hinten). Ich denke, das Problem der seitlichen Kopffreiheit kommt daher, weil die Sitze wegen der Batterie im Mitteltunnel relativ weit auseinander liegen und sich die Seiten aus Gründen der Aerodynamik nach oben stark verjüngen. Hat da jemand die Prioritäten falsch gesetzt?
+ Der (nicht vorhandene) Geräuschpegel beim Fahren ist ein wahres Erlebnis. So richtig aufgefallen ist mir das erst, als ich mit meinem Auto wieder nach Hause fuhr - und ich habe kein lautes Auto.
- Ich dachte, Gurtpeitschen gibt es seit über 10 Jahren nicht mehr und die Gurtschlösser seien bei allen modernen Autos direkt an den Sitzen befestigt.
+ Die Kamera beim Rückwärtsfahren und die Parkpiepser (die sind bei dem Auto aber auch dringend nötig).
- Der Seitenhalt auf den Sitzen ist ungenügend. Die Seitenwangen an den Lehnen sehen nach viel aus, bewirken aber fast nichts.
+ Das Bose Sound System überrascht positiv. Ich hätte zwar gerne noch mehr High End, aber für ein Audiosystem ab Stange kann man nichts daran aussetzen.
- Das Leder des Lenkrades ist zu hart, es wirkt fast wie aus Kunststoff. Zudem wurde für die Nähte ein zu dünner und zu harter Faden verwendet. Die Naht fühlt sich dadurch sehr rau an.
+ Die berührungsempfindlichen Tastenfelder auf der Mittelkonsole reagieren sehr gut.
- Trotzdem wären mir richtige Tasten lieber.
+ Die tiefer Spoilerlippe unter der vorderen Stossstange verkraftet Berührungen ohne Probleme. Sie ist aus weichem Gummi und federt einfach weg und wieder zurück. Das Geräusch fährt einem aber in die Knochen - zumindest die ersten paar Male. Ich bekam bei der Ein- und Ausfahrt in ein Parkhaus eine Hörprobe.
- Die Griffe an der Innenseite der Vordertüren sind ergonomisch zu weit hinten. Beim Zuziehen der Tür muss man dadurch unnatürlich weit nach hinten fassen.
+ Wenn man bisher nur UKW kannte, ist DAB von der Soundqualität her eine wahre Freude.
- Die Verarbeitung im Innenraum wirkt zum Teil billig (z.B. die Tasche zwischen den Rücksitzen und der Gummieinsatz in den Getränkehaltern) und generell fehlt die Liebe zum Detail (z.B. beim Wählhebel, bei den Tasten für die Fensterheber und Spiegelverstellung und bei der Auskleidung der Staufächer). Bei dieser Aussage ist zu beachten, dass wir in der Familie heute einen VW und einen Audi fahren. Wir könnten also etwas verwöhnt sein ;-)
Das alles ist natürlich rein subjektiv und aus meiner persönlichen Sicht.
Einen speziellen Test machte ich noch zum Benzinverbrauch auf der Autobahn: Auf die Autobahn (von Brüttisellen aus ca. 40 Km Richtung St. Gallen, wieder zurück und dann noch nach Uster). Dabei immer im Hold Modus, max. 130 Km/h auf dem Tacho. Rund um Winterthur mit 110 Km/h, ansonsten immer mit 110 bis 130 Km/h unterwegs. Dabei oft verzögert und beschleunigt, weil der Verkehr konstantes Fahren nicht zuliess - aber wann kann man das schon, auf dieser Strecke. Fazit dieser Autobahnfahrt im Hold Modus: 6.25 L/100Km.
Noch etwas: Ich behaupte, das Auto bescheisst mit der Innentemperatur. Der Ampera auf 20° eingestellt fühlte sich deutlich kälter an als der Audi auf 19°.
Das Fazit dieser zwei Tage: Zu teuer, zu liebloser Innenraum, zu unübersichtlich, ..... Scheiss drauf, ich muss trotzdem einen bestellen! Ich halte den Ampera für das erste wirklich innovative Auto seit dem Prius, und der fährt seit 1997. Und das wichtigste, es macht einfach Spass damit zu fahren. Und noch mehr Spass macht es, an den Tankstellen vorbeizufahren.
Und zum Schluss: Lieferfrist gemäss FOH, 4.5 Monate.
Ich konnte das Auto unter realen Bedingungen in meinem Alltag fahren. Also mein Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, usw.
Hier eine kleine Zusammenstellung, was mir aufgefallen ist. Fairerweise wechsle ich mit positiven (+) und negativen (-) Eindrücken ab.
+ Der Ampera ist wirklich sehr angenehm zu fahren. Man fährt irgendwie entspannt, aber ohne zu schleichen.
- Das angenehme Fahren ändert sich schlagartig, wenn man parken muss. Das Ding ist breit und extrem unübersichtlich. Beim Fahren stört zudem die breite und weit vorne liegende A-Säule.
+ Die elektrische Reichweite lag auch ohne spezielle Sparmassnahmen bei über 60Km.
- Die Kopffreiheit auf den Rücksitzen ist zu klein für Personen über 180cm. Ich bin 181cm und schlage mit dem Kopf bei der kleinsten Bewegung seitlich an der Dachkante an. Leute ab ca. 183cm kommen mit dem Dach in Berührung und können somit nicht normal sitzen (hinten). Ich denke, das Problem der seitlichen Kopffreiheit kommt daher, weil die Sitze wegen der Batterie im Mitteltunnel relativ weit auseinander liegen und sich die Seiten aus Gründen der Aerodynamik nach oben stark verjüngen. Hat da jemand die Prioritäten falsch gesetzt?
+ Der (nicht vorhandene) Geräuschpegel beim Fahren ist ein wahres Erlebnis. So richtig aufgefallen ist mir das erst, als ich mit meinem Auto wieder nach Hause fuhr - und ich habe kein lautes Auto.
- Ich dachte, Gurtpeitschen gibt es seit über 10 Jahren nicht mehr und die Gurtschlösser seien bei allen modernen Autos direkt an den Sitzen befestigt.
+ Die Kamera beim Rückwärtsfahren und die Parkpiepser (die sind bei dem Auto aber auch dringend nötig).
- Der Seitenhalt auf den Sitzen ist ungenügend. Die Seitenwangen an den Lehnen sehen nach viel aus, bewirken aber fast nichts.
+ Das Bose Sound System überrascht positiv. Ich hätte zwar gerne noch mehr High End, aber für ein Audiosystem ab Stange kann man nichts daran aussetzen.
- Das Leder des Lenkrades ist zu hart, es wirkt fast wie aus Kunststoff. Zudem wurde für die Nähte ein zu dünner und zu harter Faden verwendet. Die Naht fühlt sich dadurch sehr rau an.
+ Die berührungsempfindlichen Tastenfelder auf der Mittelkonsole reagieren sehr gut.
- Trotzdem wären mir richtige Tasten lieber.
+ Die tiefer Spoilerlippe unter der vorderen Stossstange verkraftet Berührungen ohne Probleme. Sie ist aus weichem Gummi und federt einfach weg und wieder zurück. Das Geräusch fährt einem aber in die Knochen - zumindest die ersten paar Male. Ich bekam bei der Ein- und Ausfahrt in ein Parkhaus eine Hörprobe.
- Die Griffe an der Innenseite der Vordertüren sind ergonomisch zu weit hinten. Beim Zuziehen der Tür muss man dadurch unnatürlich weit nach hinten fassen.
+ Wenn man bisher nur UKW kannte, ist DAB von der Soundqualität her eine wahre Freude.
- Die Verarbeitung im Innenraum wirkt zum Teil billig (z.B. die Tasche zwischen den Rücksitzen und der Gummieinsatz in den Getränkehaltern) und generell fehlt die Liebe zum Detail (z.B. beim Wählhebel, bei den Tasten für die Fensterheber und Spiegelverstellung und bei der Auskleidung der Staufächer). Bei dieser Aussage ist zu beachten, dass wir in der Familie heute einen VW und einen Audi fahren. Wir könnten also etwas verwöhnt sein ;-)
Das alles ist natürlich rein subjektiv und aus meiner persönlichen Sicht.
Einen speziellen Test machte ich noch zum Benzinverbrauch auf der Autobahn: Auf die Autobahn (von Brüttisellen aus ca. 40 Km Richtung St. Gallen, wieder zurück und dann noch nach Uster). Dabei immer im Hold Modus, max. 130 Km/h auf dem Tacho. Rund um Winterthur mit 110 Km/h, ansonsten immer mit 110 bis 130 Km/h unterwegs. Dabei oft verzögert und beschleunigt, weil der Verkehr konstantes Fahren nicht zuliess - aber wann kann man das schon, auf dieser Strecke. Fazit dieser Autobahnfahrt im Hold Modus: 6.25 L/100Km.
Noch etwas: Ich behaupte, das Auto bescheisst mit der Innentemperatur. Der Ampera auf 20° eingestellt fühlte sich deutlich kälter an als der Audi auf 19°.
Das Fazit dieser zwei Tage: Zu teuer, zu liebloser Innenraum, zu unübersichtlich, ..... Scheiss drauf, ich muss trotzdem einen bestellen! Ich halte den Ampera für das erste wirklich innovative Auto seit dem Prius, und der fährt seit 1997. Und das wichtigste, es macht einfach Spass damit zu fahren. Und noch mehr Spass macht es, an den Tankstellen vorbeizufahren.
Und zum Schluss: Lieferfrist gemäss FOH, 4.5 Monate.