Schnellladung auf Kosten der Lebensdauer?
Verfasst: 2. Okt 2016 16:22
Als meine Frau vor über einem Jahr ihren i3 bekommen hat, habe ich meinen Xing-Kontakt, Herrn Dr. Marcel Wilka, (Development Engineer bei Lithium Energy and Power GmbH & Co. KG Japan Kyoto) gefragt, welches seiner Meinung nach die beste Art wäre den Akku zu laden
Seine Antwort:
Für eine Batterie ist der geringstmögliche Ladestrom immer am besten.
D.h. eine Schnellladung (50 kW) der Batterie, geht immer auf Kosten der Lebensdauer.
Wenn wir nun also davon ausgehen, dass jemand, der sich einen Ampera-e holt, möglichst lange Freude an seinem Akku haben möchte, hat Opel aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Für Zuhause und alle Gelegenheiten, bei denen es egal ist wie lange der Ladevorgang dauert, gibt es die Einphasige-AC-Ladung mit dem geringstmöglichen Ladestrom.
Wenn es bei Langstreckenfahrten schneller gehen muss, steht die DC-Schnellladung zur Verfügung.
Alle die jetzt laut schreien, dass der Ampera-e unbedingt einen 3-Phasige-AC-Lader haben muss sei noch einmal folgendes in Erinnerung gerufen.
- Ein 3-Phasiger-Lader würde den Verkaufspreis unnötig in die Höhe treiben
- Ein 3-Phasiger-Lader produziert mehr Wärme als ein 1-Phasiger
- Ein 3-Phasiger-Lader hat mehr Bauteile und mehr Gewicht
- Mehr Bauteile bedeuten mehr Störanfälligkeit
Die AC-Ladung hat allgemein den Nachteil, dass der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt werden muss, hierbei entstehen unnötige Verluste. Viel besser ist es, den Ampera-e direkt mit Gleichstrom zu betanken.
Genauso wird es meiner Meinung nach in Zukunft auch laufen:
- PV-Anlage auf dem Dach erzeugt Gleichstrom und puffert diesen in einer fest installierten Batterie im Haus
- Das Auto wird aus der Pufferbatterie mit Gleichstrom und variabler Stromstärke geladen
Wer seinen Akku möglichst schnell zugrunde richten möchte, sollte ihn täglich mit einer Schnellladung malträtieren, in der Hoffnung, diesen noch innerhalb der Garantie zu zerstören, was dann hoffentlich auch rechtzeitig gelingt.
Für alle andern gilt:
Der Ladestrom sollte so klein wie möglich gewählt werden.
Und jetzt mal ganz ehrlich: Wer fährt wirklich jeden Tag über 500 km? Selbst wenn ich mit leeren Akku von einer Langstreckenfahrt nach Hause komme, reicht es in aller Regel, wieder einige kWh nachzuladen, um am nächsten Tag die üblichen Kurzstrecken zu fahren.
Ich käme auch nie auf die Idee, den Benzintank meines Ampera immer vollzutanken, damit ständig 500 km Reichweite möglich sind.
Bei einem so großen Akku wie beim Ampera-e ist es völlig egal, wie schnell die AC-Ladung geht, solange eine DC-Ladung möglich ist.
Unser i3 wird täglich Zuhause bewusst nur einphasig mit 12 Ampere (2,7 kW) geladen. Auf Langstrecken nutzen wir gelegentlich einen Gleichstromschnelllader.
Wir haben noch nie die 3-Phasige AC-Lademöglichkeit vermisst, obwohl der Akku nur ein Drittel der Kapazität des Ampera-e hat.
Also Jungs: Keine Panik und vertraut den Opel-Ingenieuren mal ausnahmsweise. Beim alten Ampera haben die ja auch einen guten Job gemacht.
Gruß
Joachim
Seine Antwort:
Für eine Batterie ist der geringstmögliche Ladestrom immer am besten.
D.h. eine Schnellladung (50 kW) der Batterie, geht immer auf Kosten der Lebensdauer.
Wenn wir nun also davon ausgehen, dass jemand, der sich einen Ampera-e holt, möglichst lange Freude an seinem Akku haben möchte, hat Opel aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Für Zuhause und alle Gelegenheiten, bei denen es egal ist wie lange der Ladevorgang dauert, gibt es die Einphasige-AC-Ladung mit dem geringstmöglichen Ladestrom.
Wenn es bei Langstreckenfahrten schneller gehen muss, steht die DC-Schnellladung zur Verfügung.
Alle die jetzt laut schreien, dass der Ampera-e unbedingt einen 3-Phasige-AC-Lader haben muss sei noch einmal folgendes in Erinnerung gerufen.
- Ein 3-Phasiger-Lader würde den Verkaufspreis unnötig in die Höhe treiben
- Ein 3-Phasiger-Lader produziert mehr Wärme als ein 1-Phasiger
- Ein 3-Phasiger-Lader hat mehr Bauteile und mehr Gewicht
- Mehr Bauteile bedeuten mehr Störanfälligkeit
Die AC-Ladung hat allgemein den Nachteil, dass der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt werden muss, hierbei entstehen unnötige Verluste. Viel besser ist es, den Ampera-e direkt mit Gleichstrom zu betanken.
Genauso wird es meiner Meinung nach in Zukunft auch laufen:
- PV-Anlage auf dem Dach erzeugt Gleichstrom und puffert diesen in einer fest installierten Batterie im Haus
- Das Auto wird aus der Pufferbatterie mit Gleichstrom und variabler Stromstärke geladen
Wer seinen Akku möglichst schnell zugrunde richten möchte, sollte ihn täglich mit einer Schnellladung malträtieren, in der Hoffnung, diesen noch innerhalb der Garantie zu zerstören, was dann hoffentlich auch rechtzeitig gelingt.
Für alle andern gilt:
Der Ladestrom sollte so klein wie möglich gewählt werden.
Und jetzt mal ganz ehrlich: Wer fährt wirklich jeden Tag über 500 km? Selbst wenn ich mit leeren Akku von einer Langstreckenfahrt nach Hause komme, reicht es in aller Regel, wieder einige kWh nachzuladen, um am nächsten Tag die üblichen Kurzstrecken zu fahren.
Ich käme auch nie auf die Idee, den Benzintank meines Ampera immer vollzutanken, damit ständig 500 km Reichweite möglich sind.
Bei einem so großen Akku wie beim Ampera-e ist es völlig egal, wie schnell die AC-Ladung geht, solange eine DC-Ladung möglich ist.
Unser i3 wird täglich Zuhause bewusst nur einphasig mit 12 Ampere (2,7 kW) geladen. Auf Langstrecken nutzen wir gelegentlich einen Gleichstromschnelllader.
Wir haben noch nie die 3-Phasige AC-Lademöglichkeit vermisst, obwohl der Akku nur ein Drittel der Kapazität des Ampera-e hat.
Also Jungs: Keine Panik und vertraut den Opel-Ingenieuren mal ausnahmsweise. Beim alten Ampera haben die ja auch einen guten Job gemacht.
Gruß
Joachim