Großveranstaltungen und die Elektromonilität
Verfasst: 9. Jun 2012 10:00
Als ich auf der AMI war und die zahlreichen Ladesäulen und elektrisch betriebenen Fahrzeuge sah, kam ich mir einige Jahrzehnte in die Zukunft versetzt vor.
Insgesamt waren ca. 50 elektrisch betriebene Fahrzeuge (Leaf, iMIEV, Prius Plug-In, E-Smart, Tesla und natürlich 12 Ampera) in Betrieb und mußten zwischendurch immer wieder geladen werden.
Nun stelle ich mir die Frage wie man bei derartigen Großveranstaltung in einigen Jahrzehnten die große Elektrofahrzeugflotte mit Strom versorgen könnte.
[Glaskugelmodus]
Wir schreiben das Jahr 2050. Mittlerweile werden ca. 50% aller Kraftfahrzeuge überwiegend elektrisch angetrieben. Der Ampera hat nun in der 6. Generation 200km elektrische Reichweite, die über einen kleinen Zweizylindermotor auf 1000km verlängert werden kann.
Bereits auf den Zufahrtsstraßen zum Messgelände weisen Schilder den Weg zu den Parkplätzen mit Lademöglichkeit. Nichtelektrische Fahrzeuge dürfen diese Parkplätze nicht nutzen und müssen sich mit den entfernteren unbefestigten Plätze begnügen.
Je Tag gibt es bis zu 50.000 Besucher. Ca. die Hälfte reist mit dem PKW an, die durchschnittlich mit je 2 Personen besetzt sind. Wir reden hier also von einer Fahrzeugflut von täglich ca. 12.500, von denen knapp die Hälfte einen elektrischen Antrieb besitzt.
Die Herausforderung ist also bis zu 6.000 Fahrzeuge gleichzeitig zu laden, damit diese nach dem Messebesuch Fit für die Heimreise sind. Dazu stehen aber nur 5-10h Zeit zur Verfügung, je nach dem wie ausgedehnt der jeweilige Messebesuch geworden ist.
2050 ist die Effizienz der Fahrzeuge deutlich höher als heute. Durch Radnabenmotoren, effizientere Akkusysteme, Leichtbau und aerodynamischen Feinschliff, liegt der Verbrauch durchschnittlich nur noch bei 10 kWh/100km.
Bei einer Normalladung mit effektiv 3KW an einem 250V Anschluss kann je Stunde also Strom für 30km "getankt" werden.
Nach 5-10h kann man also 150-300km weit fahren, was für über 90% der Messebesucher ausreichen sollte. Die restlichen 10% müssen auf der längeren Heimreise eh nochmal eine kurze Pause machen und können an einer der zahlreichen Schnellladesäulen auf den Rastplätzen entlang der Autobahnen die restliche Reichweite nachfassen.
Der Parkplatz selbst ist mit einer 5MW leistenden PV Anlage überdacht. Ein 5MWh Akkuspeicherwerk stellt die nötige Kuzzeitleistung zur Verfügung und dient gleichzeitig zur Netzpufferung. So kann auch an Messfreien Tagen der Strom gespeichert werden, wenn dieser wegen Überangebot nicht vollständig eingespeist werden kann. Derartige Anlagen existieren inzwischen tausendfach in Deutschland und sorgen auch bei Regen und Windstille für ausreichende Leistungsreserven im Stromnetz.
Nun hängen also bis zu 6000 Fahrzeuge an der Strippe die je ca. 3KW Leistung verlangen. Wir reden hier also von einer Last von bis 18 Megawatt.
Einen Teil liefert die PV Anlage direkt. Ein weiterer Teil kommt vom Akkuspeicherwerk. Der Großteil jedoch muss vom Netz kommen.
[/Glaskugelmodus]
So jetzt bin ich auf Eure Meinungen gespannt. Hat meine Glaskugel Recht, oder sollte ich die mal neu kalibrieren lassen?
Insgesamt waren ca. 50 elektrisch betriebene Fahrzeuge (Leaf, iMIEV, Prius Plug-In, E-Smart, Tesla und natürlich 12 Ampera) in Betrieb und mußten zwischendurch immer wieder geladen werden.
Nun stelle ich mir die Frage wie man bei derartigen Großveranstaltung in einigen Jahrzehnten die große Elektrofahrzeugflotte mit Strom versorgen könnte.
[Glaskugelmodus]
Wir schreiben das Jahr 2050. Mittlerweile werden ca. 50% aller Kraftfahrzeuge überwiegend elektrisch angetrieben. Der Ampera hat nun in der 6. Generation 200km elektrische Reichweite, die über einen kleinen Zweizylindermotor auf 1000km verlängert werden kann.
Bereits auf den Zufahrtsstraßen zum Messgelände weisen Schilder den Weg zu den Parkplätzen mit Lademöglichkeit. Nichtelektrische Fahrzeuge dürfen diese Parkplätze nicht nutzen und müssen sich mit den entfernteren unbefestigten Plätze begnügen.
Je Tag gibt es bis zu 50.000 Besucher. Ca. die Hälfte reist mit dem PKW an, die durchschnittlich mit je 2 Personen besetzt sind. Wir reden hier also von einer Fahrzeugflut von täglich ca. 12.500, von denen knapp die Hälfte einen elektrischen Antrieb besitzt.
Die Herausforderung ist also bis zu 6.000 Fahrzeuge gleichzeitig zu laden, damit diese nach dem Messebesuch Fit für die Heimreise sind. Dazu stehen aber nur 5-10h Zeit zur Verfügung, je nach dem wie ausgedehnt der jeweilige Messebesuch geworden ist.
2050 ist die Effizienz der Fahrzeuge deutlich höher als heute. Durch Radnabenmotoren, effizientere Akkusysteme, Leichtbau und aerodynamischen Feinschliff, liegt der Verbrauch durchschnittlich nur noch bei 10 kWh/100km.
Bei einer Normalladung mit effektiv 3KW an einem 250V Anschluss kann je Stunde also Strom für 30km "getankt" werden.
Nach 5-10h kann man also 150-300km weit fahren, was für über 90% der Messebesucher ausreichen sollte. Die restlichen 10% müssen auf der längeren Heimreise eh nochmal eine kurze Pause machen und können an einer der zahlreichen Schnellladesäulen auf den Rastplätzen entlang der Autobahnen die restliche Reichweite nachfassen.
Der Parkplatz selbst ist mit einer 5MW leistenden PV Anlage überdacht. Ein 5MWh Akkuspeicherwerk stellt die nötige Kuzzeitleistung zur Verfügung und dient gleichzeitig zur Netzpufferung. So kann auch an Messfreien Tagen der Strom gespeichert werden, wenn dieser wegen Überangebot nicht vollständig eingespeist werden kann. Derartige Anlagen existieren inzwischen tausendfach in Deutschland und sorgen auch bei Regen und Windstille für ausreichende Leistungsreserven im Stromnetz.
Nun hängen also bis zu 6000 Fahrzeuge an der Strippe die je ca. 3KW Leistung verlangen. Wir reden hier also von einer Last von bis 18 Megawatt.
Einen Teil liefert die PV Anlage direkt. Ein weiterer Teil kommt vom Akkuspeicherwerk. Der Großteil jedoch muss vom Netz kommen.
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So jetzt bin ich auf Eure Meinungen gespannt. Hat meine Glaskugel Recht, oder sollte ich die mal neu kalibrieren lassen?