Elektroauto als Netzspeicher

... alles, was zum Thema Ampera gehört, aber nicht in die anderen Foren passt
Prodatron
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von Prodatron »

Guter Artikel!
Branchenkenner berichten von Untersuchungen, die statt einem erhöhten Verschleiß sogar eine verbesserte Zyklenfestigkeit des elektrochemischen Speichers als Folge einer regelmäßigen V2G-Belastung nachweisen konnten.
Gibt es hierzu eine Erklärung?
Hierauf reagiert das System und speist jeweils das ins Auto, was gerade an Überschuss frei ist. Voraussetzung dazu ist allerdings, dass das Auto den schnell wechselnden Ladeleistungen folgt – eine Fähigkeit, die nach diversen Tests von Nico Treffkorn aber nur ein Teil der am Markt befindlichen Elektroautos hat.
Gut, daß der Ampera dazu gehört :)

Bezüglich des Zwischenspeichers, siehe auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroaut ... d.E2.80.9C
"Um damit die komplette Pufferkapazität der deutschen Pumpspeicherkraftwerke (etwa 37,7 GWh) zu erreichen, müssten sich etwa 3,77 Mio. Elektrofahrzeuge gleichzeitig mit je 10 kWh ihrer Batteriekapazität beteiligen. Bei oben angegebenen 15 kWh/100 km entspricht das ca. 65 km Reichweite. Eine Umstellung des kompletten deutschen PKW-Bestands von ca. 42 Mio. Autos[214] auf Elektroautos würde also diese Pufferkapazität schon ergeben, wenn im Schnitt jedes Fahrzeug nur 1 kWh (entsprechend 6,5 km Reichweite) als Puffer im Netz zur Verfügung stellt.
Das sehe ich auch so. Daß EVs zumindest in Zukunft einen kleinen Teil der Batteriekapazität zur Verfügung stellen und die Energiewende damit komplett machen. Bei unseren nutzbaren 10KWh ist das natürlich Blödsinn. Wenn aber irgendwann 100KWh Akkus üblich sind, spricht nichts dagegen, wenn 10% der Kapazität für ein V2G genutzt wird. Bei genügend EVs gehört das Problem der Energiespeicherung und Netzstabilität dann endgültig der Vergangenheit an.
Daß für PV-Anlagen-Betreiber solche 10% des Akkus zunächst primär für den Eigenbedarf im Haus verwendet werden, das sehe ich genauso wie Ampid(r)iver. Das macht dann noch mehr Sinn.
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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he2lmuth
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von he2lmuth »

"""Branchenkenner berichten von Untersuchungen, die statt einem erhöhten Verschleiß sogar eine verbesserte Zyklenfestigkeit des elektrochemischen Speichers als Folge einer regelmäßigen V2G-Belastung nachweisen konnten."""

Generell gilt, und das für jede Akkuchemie:
Jeder Zyklus schwächt den Akku und zählt die 1 von der möglichen Zyklenzahl herunter.

Bei sulfatierten Bleiakkus konnte man mit dem Zyklieren manchmal noch etwas retten. Galt auch für unter Memoryeffekt leidende NiCd Akkus.

Bitte um ausführlichen Bericht mit Angabe der Zellchemie... ich lerne gerne dazu.

Für mich kommt diese "Idee" absolut nicht in Frage, es sei denn es wird mir ein neuer Akku GARANTIERT für den Fall des zu erwartenden Falles. :lol:
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Es ist keinesfalls ausreichend lediglich keine Überlegungen anstellen zu können, man muss auch unfähig sein diese mitzuteilen.
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georgk111
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von georgk111 »

Mahindra/REVA hat das bei seinem E2O angedacht, allerdings ging es da mehr um Selbstversorgung bei (in Indien häufigem) Stromausfall (hab jetzt aber keine Hinweise mehr gefunden, weil sich der E2O schlecht verkauft und zu teuer ist.
Würde mehr Sinn darin sehen, wenn stationäre Akkus, welche von Photovoltaik gespeist sind einbezogen würden. Die haben bessere Zyklenerwartungen und im Gegenzug könnte mal bei Schlechtwetter die Akkubank kostengünstig vom Netz vollgeladen werden.
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he2lmuth
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von he2lmuth »

Für das Umfeld in dem Mahindras laufen kann das sinnvoll sei, speziell wenn kein Netz zur Verfügung steht.
160000Km geteilt durch 60 Km pro Zyklus sind 2600 Zyklen. Besser sind wohl PV Akkus auch nicht, eher schlechter.
Nimmt man natürlich Li Titanat ist alles anders ;)... wenn man den bezahlen möchte ;)
L.G. Hellmuth

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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von RobbertPatrison »

Dass so ein dummes Idee immer noch lebt...
Der Energieverlust im Accu-cyclus is ~20%; also bei jede 10KwH ladung kommt nur etwas mehr als 8kWh zurueck. Da ist es immer better um die energie direct zu konsumieren bsw am nachbar zu verkaufen.
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Prodatron
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von Prodatron »

Und was macht man nachts, wenn kein Wind weht? :)
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von Weißer Volt »

Die Idee, Elektroautos als Netzspeicher zu nutzen, finde ich generell nicht schlecht. Nur ist die Umsetzung das Problem. Wie soll das abgerechnet werden? Woher wissen die EV dass in meinem e-Auto Kapazität zur Verfügung steht?
Aber irgendwie sehe ich eine Ähnlichkeit mit dem Nachtstrom, der damals einen hype erlebte. Man verkaufte Nachtstrom um die Hälfte günstiger als Tagstrom, um den überschüssigen Strom unter das Volk zu bringen, der dann im Winter Nachtspeicheröfen bzw. den Warmwasservorratsbehälter aufheizte. (Die Älteren unter uns kennen das bestimmt noch, hust hust)
Was ist daraus geworden?
Der Nachtstrom wurde immer teurer und somit unrentabler. Eine Umstellung auf andere, günstigere Energiequellen geht in die zigtausende.
Sorry für etwas offtopic

Sollen sich doch die EV um Speichermöglichkeiten kümmern!
Gruß
Michael S.
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von Hartmut49 »

Guten Morgen Weißer Volt,
die EV`s kümmert das nicht.
Also müssen die Verbraucher, und Solarbetreiber die EV`s "rechts überholen" und selber speichern.
Nach Möglichkeit, daß es sich für die Verbraucher auch halbwegs rentiert !
Die Energiewende muss von "Unten " kommen
Die 4 Großen , möchten das nicht !
Gruß
Hartmut
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georgk111
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von georgk111 »

Na Gott sei dank hat man (die EV?) in Österreich da einen Riegel vorgeschoben, indem man selbst (in der eigenen Solaranlage!) produzierten Solarstrom auch mit 1,5 Cent pro kWh bezahlen muss (über den Preis kann man ja reden, ist selbstverständlich nach oben offfen ;-).

Wenn man genau schaut, findet man so eine Position auch in der "normalen" Stromrechnung - ich glaub Strombenutzungsabgabe oder so (Strom-, Zähl-, Leitungs-, Alternativenergieabgabe kommen da natürlich noch dazu). Bei mir machen Nebenkosten und Steuern > 2/3 der Gesamtkosten aus.
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nick22
muss sich noch beweisen
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Re: Elektroauto als Netzspeicher

Beitrag von nick22 »

Ich denke, dass wir uns viele Jahre keinerlei Gedanken machen müssen über die Netzstabilität beim E-Auto laden. Ich bin ja ein Intensivlader, aber wenn ich mal durchrechne, was da an grundsätzlicher Energie umgesetzt wird, sind das wirklich Mikromengen, die das Netz noch nicht mal zucken lässt,
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