Re: ADAC Motorwelt, Februar-Ausgabe 2013
Verfasst: 11. Feb 2013 16:31
Hut ab! Die sitzt.
Inoffizielles Fach-Forum für den Opel Ampera / Chevrolet Volt. >> Die Zukunft fährt elektrisch! <<
https://ampera.dippold.synology.me/ampera-forum/
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....der Gedanke kommt mir auch bei den politischen Entscheidungsträgern immer öfter mal in den SinnMir kommt der Artikel so vor als hätte man ihn Abends am Tresen geschrieben, mit den da aufgegriffenen Argumenten.
Die PFDs sind der ADAC-Test vom Ampera (meiner Meinung nach hier und da etwas fehlerhaft und subjektiv, im Großen und Ganzen aber ok, siehe auch meine Antwort dann unten), sowie Angaben, wie die Tests und Bewertung vorgenommen werden.Sehr geehrter Herr Dippold,
wir können nur so viel vorneweg sagen als dass wir derzeit Elektromobilität im Langzeittest untersuchen u. a. einen Opel Ampera. Da der Test aber noch nicht abgeschlossen ist, können keine weiteren Detailergebnisse weitergegeben werden.
Bisher wurde der Opel Ampera nur nach dem alten EcoTest-Verfahren geprüft und erhielt fünf Sterne (näheres siehe beigefügtes Autotest pdf)
Anbei finden Sie noch das detailliertere Testprotokoll zum ADAC EcoTest, das zeigt wie die Fahrzeuge genau getestet werden und zwar alle unter den selben Bedingungen um Vergleiche heranziehen zu können.
Anbei finden Sie noch zahlreiche Informationen.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Frau XXXXXX,
vielen Danke für die vielen PDFs.
Ich habe mir noch nicht alle Dateien genau angesehen.
Speziell habe ich mir zunächst den Test des Ampera angesehen.
Folgender größerer Fehler ist meiner Meinung nach enthalten:
Die Zuladung beträgt laut meinem Fahrzeugschein (Gesamtgewicht minus Leergewicht, bei dem der Fahrer inklusive ist) 403kg.
Im Testbericht sind nur 280kg angegeben.
Somit stimmt das "-" mit der geringen Zuladung nicht.
Weitere drei erwachsene Fahrer: 225kg
Bleiben immer noch über 150kg für Gepäck übrig. Und seien wir mal ehrlich: Wieviele prall gefüllte große Reisekoffer wären das (die dann anzahlmäßig schon gar nicht mehr in den Ampera reinpassen)?
Ok, das Cockpit mit den vielen Tasten. Hier würde ich sagen, daß die Bewertung subjektiv ist. Mir gefällt's.
Reifenpannenset:
Naja, die Tatsache als solche stimmt. Aber bei den wenigsten Neufahrzeugen (vor allem bei Modellen dieser Größenordnung) hat man doch inzwischen ein echtes Ersatzrad dabei. Sofern überhaupt eines lieferbar ist, muß es dann noch separat (und dann oft auch noch aufpreispflichtig) geordert werden.
Sicher, ich würde ein richtiges Ersatzrad auch besser finden, aber es ist jetzt nicht speziell ein richtiger Minuspunkt des Amperas, sondern eher der Fahrzeugklasse an sich.
Sicht-Urteil:
Das Urteil geht ok. Man kann sich an die Sichtverhältnisse gewöhnen.
Unser Opel Meriva hat ähnlich breite A-Säulen.
Störender finde ich nach vorne eher, daß man die Ampel auf Grund der tiefliegenden Dachkante fast nicht sehen kann, wenn man ganz vorne an der haltelinie steht. Ich muß den Kopf immer etwas einziehen - oder eben etwas Abstand zur Haltelinie lassen (und hoffen, daß das keine Ampel mit Induktionsschleife ist).
Kofferraum-Volumen:
So klein ist der Kofferraum gar nicht.
Zwei oder auch nur ein E-Piano nebst Zubehör im Opel Meriva geht nicht.
Im Ampera passen beide rein (beide Male mit umgelegten Rücksitzlehnen).
Wir haben vor dem Kauf bei der Probefahrt auch unser Kofferset ausprobiert, paßt alles rein.
Darüberhinaus gibt es ein speziell für den Ampera angepaßtes Taschen- und Kofferset, das den Raum optimal ausnutzt.
Daß der Getriebe-Wahlhebel in der P-Stellung in der "Höhle" ist, hat schon seinen Sinn. Die Wahrscheinlichkeit, sich durch irgendwelche dummen Umstände daran zu verhaken und aus dieser Stellung zu bewegen, ist doch so praktisch Null. Auch wenn man dazu noch den Schalter an dem Hebel drücken muß ...
Im Fahrbetrieb ist der Wahlhebel anstandslos erreichbar.
Klima/Heizung:
Bei eingestellten 22°C bei den aktuellen Temperaturen (-3° bis 0°) dauert es in der Tat etwas lange.
Abhilfe:
25° oder mehr einstellen, ggf. noch auf "Max" (und nicht Eco) - und es ist ruckzuck warm. Auch hinten.
Zusätzliche Feststellung: Wenn der Verbrennungsmotor läuft, fühlen sich die 22°C wärmer an, als wenn man nur elektrisch heizt.
Die Bremse:
Reine Gewöhnungssache.
Die Umgewöhnung ist auch nicht anders wie nach einem Bremsentausch (Scheibe, Beläge) mit einem anderen Auto.
Bei vorausschauender Fahrweise kann man es so gut hinbekommen, daß man die Scheibenbremse nur für die letzten 2 Meter zum wirklichen Stehenbleiben benötigt. Den Rest erledigt die Rekuperation in Wahlhebelstellung L. Den Übergang von E- zu Scheibenbremse merkt man bremstechnisch nicht. Ich bilde mir ein, daß das Bremspedal dabei kurz vibriert.
Die monatlichen Verbrauchskosten sind wohl realistisch.
Ich habe derzeit einen durchschnittlichen Benzinverbrauch von 1.1l/100km.
Desweiteren habe ich den Vorteil, am Arbeitsplatz kostenlosen Solarstrom tanken zu können (zwar am Arbeitsplatz, aber nicht vom Arbeitgeber), inkl. "reserviertem" Parkplatz (wenn um 8 Uhr die Arbeitgeberstellplätze bereits alle belegt sind, ist mir das egal).
Mit freundlichen Grüßen