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Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 07:32
von voltanier
Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie und warum nur 10 kw/h der 16 kw/h genutzt werden und was mit dem Rest geschieht.
Tatsache ist ja, das die "Vamps" (Volt und Amperas) auch mit leerem Akku teilweise im Batteriebetrieb weiterfahren. Zudem soll ja gewährleistet sein, dass ein die Vamps elektrisch starten. D.H. dass nur zu einem Teil der Akku leer gefahren wird.
Meine Theorie geht weiter. Nach oben sollte ja auch noch "Luft" sein, da bei einer Bergabfahrt der Akku geladen werden sollte.
Puffer also nach oben und nach unten. Kann diese hier einer unserer DashDaq-Spezies bestätigen oder wie und wo liege ich da falsch?
Interessant wäre eventuell, diesen Bereich etwas auszuweiten. +50% Reichweitengewinn klingt verlockend..

Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 07:43
von he2lmuth
Würde funktionieren, aber DRASTISCH auf Kosten der Zyklenzahl und der Lebensdauer.
Ein LiIon Akku gibt die Besten Daten her wenn er genau so behandelt wird wie es Opel programmiert hat.
Tesla hat wohl einen Modus bei dem der Anwender diese Grenzen bewusst über/unterschreiten kann. Opel nicht, zum Glück!
Grüße
Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 08:32
von EcoDrive
voltanier hat geschrieben:Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie und warum nur 10 kw/h der 16 kw/h genutzt werden und was mit dem Rest geschieht.
Wie war das noch mit den Handyaakkus vor Jahren, Nach 3 Monaten habe die bereits an Kapazität verloren. Nach einem Jahr waren die Akkus hinüber.
Genau wie bei den aktuellen Handyakkus wird auch beim Amperaakku nur ein Teil der Gesamtkapazität genutzt. Auch wenn beim Handy 100% angezeigt wird liegt die Akkuspannung ebenfalls, wie beim Ampera, bei ca 4,02V Zellspannung, jedenfalls bei den guten Akkus.
Das erhöht die Zyklenzahl und die Lebensdauer erheblich.
Der Ampera-Akku: hier:
viewtopic.php?f=8&t=825&p=10800&hilit=v ... hen#p10800
voltanier hat geschrieben: Meine Theorie geht weiter. Nach oben sollte ja auch noch "Luft" sein, da bei einer Bergabfahrt der Akku geladen werden sollte.
Die 'Luft' habe ich hier beschrieben:
viewtopic.php?f=3&t=234&start=40#p9219
voltanier hat geschrieben:Interessant wäre eventuell, diesen Bereich etwas auszuweiten. +50% Reichweitengewinn klingt verlockend..

Das ist nicht möglich und auch nicht wünschenswert. Die Lebensdauer des Akku hat gewiss Vorrang.
Zum Thema Hochvolt-Akku gibts hier sehr viele weitere Beiträge, einfach mal die Suchfunktion benutzen.
Wenn das nicht zum Ziel führt einfach Tante Google fragen, die ist täglich hier im Forum
Grüsse
EcoDrive
Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 08:46
von micky4
(Sogar nach 2 Jahren lerne ich hier noch neue Begriffe ! "Vamps" und "Tante Google" finde ich spitze, danke !)

Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 11:15
von he2lmuth
Samsung läd die Akkus auf 4,3 Volt, IPhone auf 4,2 Volt.
Nur um die Betriebszeit zu maximieren.
Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 12:55
von georgk111
Naja, nach unten ist wenig Spielraum, vor allem wenn einzelne Zellen schon am unteren Limit und nicht mehr optimal ausgeglichen sind, aber ein wenig mehr könnte ich mir im oberen Bereich schon vorstellen, Schutzbeschaltungen sind da recht einfach zu realisieren, mit Sicherheit auch vorhanden, es geht ja mehr darum, wie lange sich die Zellen im "hoch" geladenen Zustand befinden (und "dort" altern).
z.B.
auf Wunsch kann bei Ladung einmalig die obere Grenze auf sagen wir 90% SOC geladen werden, in Verbindung mit geplanter Abfahrtszeit. Der Ladestrom ist viel exakter steuerbar/vorhersehbar wie der Rekuperationsstrom. Wenn innerhalb von z.B. 2 Stunden nicht gefahren wird der Überschuß durch Batterieklimatisierung oder 12V Ladung wieder auf 80% abgebaut. das kann man dann nicht mit wochenlang überladenen Handyakkus vergleichen.
Der Ampera macht beim Bergabfahren im vollgeladenen Zustand ja auch nichts anderes und da fließen ganz andere Ströme als bei 10A/230V und dann wird eben nicht mehr rekuperiert.
Andererseits, bis das umgesetzt ist gibt es neue Akkutypen mit dem gleichen Gewicht die 20 km mehr drauf haben und 20 Jahre halten

Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 14:48
von Prodatron
georgk111 hat geschrieben:auf Wunsch kann bei Ladung einmalig die obere Grenze auf sagen wir 90% SOC geladen werden, in Verbindung mit geplanter Abfahrtszeit.
Genauso macht es Tesla beim Model S, wenn man weiß, daß man gleich ein ziemlich langes Stück fährt, kann man "ausnahmsweise" den Akku glaube ich fast auf 100% vollladen. Bei einem Fahrzeug mit RE würde ich aber die Akkuschonung immer vorziehen.
Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 15:05
von he2lmuth
Auf wesentlich bessere Akkus sollte man nicht hoffen.
Betrachtet bitte die Entwicklung bei den unterschiedlichen Chemieen.
LiIon hat eine Verdoppelung erfahren... in den letzten 20 Jahren
Und alles was die Greenpress so schreibt sollte man nicht ernstnehmen.
Ich verweise mal auf die Rekordfahrt des Hannemann von München nach Berlin
(Kolibri Akku, DBM)
Nach vollumfänglichem Jubel von den ahnungslosen Politikern und Journalisten ist Ruhe, aber die Fördergelder sind weg, für nichts.
Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 15:21
von georgk111
Naja, mein letzter Satz war ja ein klein wenig ironisch gemeint, "... bis das umgesetzt wird ......

Re: Wie voll ist der Akku wirklich
Verfasst: 28. Apr 2014 22:35
von EcoDrive
he2lmuth hat geschrieben:Samsung läd die Akkus auf 4,3 Volt, IPhone auf 4,2 Volt.
Nur um die Betriebszeit zu maximieren.
Hallo Hellmuth
Die Ladespannung meines Samsung Tab's beträgt ca 4,28 Volt. Aber die Spannung bei 100%-Anzeige (ohne Ladekabel dran) beträgt ca 4,02V, wie beim Ampera.
In den Test's meines Tab's stand ua, dass dieses Gerät eine lange Ladezeit hätte und das wurde als Minuspunkt angegeben. Haha, genau deshalb habe ich dieses Tab gekauft, der Akku wird durch die längere Ladedauer geschont.
Wie beim Ampera sinkt der Ladestrom einige Zeit vor 'voll'
Grüsse
EcoDrive

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