Probefahrt Mercedes B-Klasse Electric Drive
Verfasst: 7. Apr 2015 18:35
Ich hatte heute das Vergnügen die MB B-Klasse Electric Drive Probe zu fahren. Diese Ausstattungsvariante hatte einen Listenpreis von über 47.000 EUR.
Hier meine persönlichen Eindrücke im Vergleich zu meinem Ampera ePioneer Edition MY 2011.
Innenraum:
- Etwas mehr Platz im Font als beim Ampera (ca. 3-5cm)
- 5 Sitzplätze im Fond
- Kofferraum in etwa gleich gross
- Bessere Kofferraumabdeckung/Hutablage (Rollmechanismus) als beim Ampera
- Interieur fühlt sich hochwertiger an: Soft Touch und Leder(imitat?) mit schönen blauen Ziernähten
- Sitze sind im Vergleich etwas weicher als beim Ampera
- Bei gleichem Durchmesser ist das Lederlenkrad dicker und weicher unterfüttert.
Mediacenter/Bordcomputer/Technik
- B-Klasse bietet mehr Infos zum Thema Verbrauch, z.B. Momentanverbrauch in kw/h pro 100km
- Navi sieht aus wie aus einem Computerspiel aus den 80er Jahren. Beispielsweise wird die B-Klasse als kleines Spielzeugauto im Centrum der Karte angezeigt und die Route lila untermalt.
- Kein DAB+ für den Preis, nur FM Radio und CD
- Klang der Anlage war in Ordnung, jedoch kein Vergleich zur BOSE Anlage im Ampera
- Kein Touchscreen, Bedienung erfolgt über Knöpfe und Drehrad
- Keine Rückfahrkamera, jedoch Parksensoren
- Kein Keyless Entry, keine anklappbaren Aussenspiegel, kein Startknopf sondern Start noch per Schlüssel in dieser Ausstattungsvariante
- Kein CCS, sondern „nur“ Typ 2 (16A/3 phasig = 2,4 Std. Ladezeit von 0 auf 100%)
Fahrwerk/Lenkung/Licht/Sonstiges
- Fahrwerk ist in etwa gleich straff, nur ist die B-Klasse höher und „wankt“ ein klein wenig mehr, wenn man mit etwas Gas in die Kurve geht
- Fahrwerk poltert wie beim Ampera
- Geräuschdämmung ist gleich der im Ampera
- Lenkung ist leichtgängiger und indirekter (wie bei asiatischen Autos)
- Licht ist Bi-Xenon, konnte ich aber nicht sehen, da die Probefahrt um 12Uhr Mittag durchgeführt wurde. Sollte aber deutlich besser sein als das Ampera Fahrlicht
Fahreindruck:
Die Reichweite wurde vom BC mit knapp 100km bei Volladung und ca. 7 Grad Aussentemperatur angezeigt. Da ich die B-Klasse bereits nach einer Stunde wieder abgegeben hatte (zu mehr hatte ich kein Lust), konnte ich den Akku auch nicht leer fahren. Ich gehe jedoch davon aus, dass es in der Situation etwas mehr als 100km sein sollten.
Die Beschleunigung ist in etwa gleich wie beim Ampera. Auf dem Papier ist die B-Klasse über eine Sekunde schneller von 0-100 km/h, aber in der Stadt von 0-60 km/h spürt man keinen Unterschied. Hier war der i3 nochmals deutlich agiler und spontaner als Ampera und B-Klasse.
Die Rekuperation lässt sich über Wippen am Lenkrad in drei Stufen variieren: D-, D und D+. D- ist mit der L-Stufe beim Ampera vergleichbar, Stufe D ist bei beiden gleich und D+ wäre beim Ampera N-Stellung. Ich fand die Steuerung über die Wippen sehr angenehm, da man bei freien Strassen schön segeln konnte. Das hat der Volt 2 ja nun auch spendiert bekommen.
Man hat bei der B-Klasse leider den Eindruck, dass MB hier mit Absicht die Verbrennerversion möglichst eins-zu-eins kopieren wollte, um den Umstieg zu erleichtern. Das finde ich sehr schade und beim i3 und dem Ampera besser gelöst. Wer möchte denn noch einen Schlüssel im Schloss umdrehen, um einen EV zu starten? Zudem fährt sich die B-Klasse völlig unaufgeregt – fast schon langweilig. Der i3 ist hingegen purer Fahrspass und der Ampi bietet im Innenraum ein „Raumschiff-Feeling“. Die B-Klasse hat noch langweilige Rundinstrumente statt digitale Werte, die Akkukapazität wird als „Benzintank“ mit Füllstand dargestellt.
Mein Fazit: Für den Preis deutlich zu wenig Ausstattung und Reichweite. Wer mehr Fahrspass möchte, sollte zum preisgleichen i3 greifen. Bei der Karosserieform macht der Besitzer auch gleich ein klares Statement : modern, hipp und wohlhabend. Wer vernünftig und unaufgeregt elektrisch fahren möchte, sollte sich einen Nissan LEAF, KIA SOUL EV oder Renault Zoe kaufen. Die sind mal locker 10.000 Euro günstiger bei vergleichbarer Ausstattung oder deutlich besser ausgestattet für 47.000 EUR. Alle EVs kommen mehr oder weniger gleichweit (100-160km), der KIA Soul EV sogar über 200km.
Hier meine persönlichen Eindrücke im Vergleich zu meinem Ampera ePioneer Edition MY 2011.
Innenraum:
- Etwas mehr Platz im Font als beim Ampera (ca. 3-5cm)
- 5 Sitzplätze im Fond
- Kofferraum in etwa gleich gross
- Bessere Kofferraumabdeckung/Hutablage (Rollmechanismus) als beim Ampera
- Interieur fühlt sich hochwertiger an: Soft Touch und Leder(imitat?) mit schönen blauen Ziernähten
- Sitze sind im Vergleich etwas weicher als beim Ampera
- Bei gleichem Durchmesser ist das Lederlenkrad dicker und weicher unterfüttert.
Mediacenter/Bordcomputer/Technik
- B-Klasse bietet mehr Infos zum Thema Verbrauch, z.B. Momentanverbrauch in kw/h pro 100km
- Navi sieht aus wie aus einem Computerspiel aus den 80er Jahren. Beispielsweise wird die B-Klasse als kleines Spielzeugauto im Centrum der Karte angezeigt und die Route lila untermalt.
- Kein DAB+ für den Preis, nur FM Radio und CD
- Klang der Anlage war in Ordnung, jedoch kein Vergleich zur BOSE Anlage im Ampera
- Kein Touchscreen, Bedienung erfolgt über Knöpfe und Drehrad
- Keine Rückfahrkamera, jedoch Parksensoren
- Kein Keyless Entry, keine anklappbaren Aussenspiegel, kein Startknopf sondern Start noch per Schlüssel in dieser Ausstattungsvariante
- Kein CCS, sondern „nur“ Typ 2 (16A/3 phasig = 2,4 Std. Ladezeit von 0 auf 100%)
Fahrwerk/Lenkung/Licht/Sonstiges
- Fahrwerk ist in etwa gleich straff, nur ist die B-Klasse höher und „wankt“ ein klein wenig mehr, wenn man mit etwas Gas in die Kurve geht
- Fahrwerk poltert wie beim Ampera
- Geräuschdämmung ist gleich der im Ampera
- Lenkung ist leichtgängiger und indirekter (wie bei asiatischen Autos)
- Licht ist Bi-Xenon, konnte ich aber nicht sehen, da die Probefahrt um 12Uhr Mittag durchgeführt wurde. Sollte aber deutlich besser sein als das Ampera Fahrlicht
Fahreindruck:
Die Reichweite wurde vom BC mit knapp 100km bei Volladung und ca. 7 Grad Aussentemperatur angezeigt. Da ich die B-Klasse bereits nach einer Stunde wieder abgegeben hatte (zu mehr hatte ich kein Lust), konnte ich den Akku auch nicht leer fahren. Ich gehe jedoch davon aus, dass es in der Situation etwas mehr als 100km sein sollten.
Die Beschleunigung ist in etwa gleich wie beim Ampera. Auf dem Papier ist die B-Klasse über eine Sekunde schneller von 0-100 km/h, aber in der Stadt von 0-60 km/h spürt man keinen Unterschied. Hier war der i3 nochmals deutlich agiler und spontaner als Ampera und B-Klasse.
Die Rekuperation lässt sich über Wippen am Lenkrad in drei Stufen variieren: D-, D und D+. D- ist mit der L-Stufe beim Ampera vergleichbar, Stufe D ist bei beiden gleich und D+ wäre beim Ampera N-Stellung. Ich fand die Steuerung über die Wippen sehr angenehm, da man bei freien Strassen schön segeln konnte. Das hat der Volt 2 ja nun auch spendiert bekommen.
Man hat bei der B-Klasse leider den Eindruck, dass MB hier mit Absicht die Verbrennerversion möglichst eins-zu-eins kopieren wollte, um den Umstieg zu erleichtern. Das finde ich sehr schade und beim i3 und dem Ampera besser gelöst. Wer möchte denn noch einen Schlüssel im Schloss umdrehen, um einen EV zu starten? Zudem fährt sich die B-Klasse völlig unaufgeregt – fast schon langweilig. Der i3 ist hingegen purer Fahrspass und der Ampi bietet im Innenraum ein „Raumschiff-Feeling“. Die B-Klasse hat noch langweilige Rundinstrumente statt digitale Werte, die Akkukapazität wird als „Benzintank“ mit Füllstand dargestellt.
Mein Fazit: Für den Preis deutlich zu wenig Ausstattung und Reichweite. Wer mehr Fahrspass möchte, sollte zum preisgleichen i3 greifen. Bei der Karosserieform macht der Besitzer auch gleich ein klares Statement : modern, hipp und wohlhabend. Wer vernünftig und unaufgeregt elektrisch fahren möchte, sollte sich einen Nissan LEAF, KIA SOUL EV oder Renault Zoe kaufen. Die sind mal locker 10.000 Euro günstiger bei vergleichbarer Ausstattung oder deutlich besser ausgestattet für 47.000 EUR. Alle EVs kommen mehr oder weniger gleichweit (100-160km), der KIA Soul EV sogar über 200km.