Bin ja derzeit noch etwa 1.200 km von der Homebase in Frankreich unterwegs - also genauer gesagt war der Ereignispunkt irgendwo in der Wallachei zwischen Toulouse und Clermont-Ferrand.
Als Routenprofile hatten wir immer Eco und keine Autobahnen angegeben, was dazu führte, dass wir (zum Glück) zwar wesentlich langsamer unterwegs waren, aber auch mehr von der Gegend gesehen haben. Auf einer Landstrasse kam es dann zu folgender Situation.
Der Fahrbahnbelag wurde ab einer Stelle komplett erneuert, es wurde dort Schotter aufgetragen. man musste da aber drüberfahren, was sich zu einem eklatanten Fehler entwickelte. Zuvor noch bei einem langen und starken Serpentinengefälle viel rekuperiert, überfuhren wir also die besagte Stelle. Kurz drauf machte sich so ein Pfeiffen bemerkbar, was sich sich deutlich verstärkte
Das Geräusch entwickelte sich nach ein paar hundert Metern so laut, dass es sich anhörte, wie wenn ein Güterzug auf dem Gleis abbremst. Kühe am Strassenrand glotzen, Menschen drehten sich kopfschüttelnd um... Wie peinlich. Mir isr echt alles vergangen, da ich mir schon vorgestellt habe, wie den Opel den Rücktransport bzw. die Reparatur in der Auvergne organisieren wollte, wo doch das nächste Dorf rund 25km entfernt lagen und nicht mal ein Handyempfang da war.
Kurzerhand haben wir bei geöffneten Fenstern, Bremsproben, Schub- und Zugbetrieb, Bremsen aus Stufe N nur mechnanisch feststellen können, dass es nicht aus dem Vorderwagen stammt, sondern von der Hinterachse. bei glühenden 28 Grad im Schatten war auch dann schnell die Ursache gefunden: Bei der Fahrt über Schotter muss ein Stein zwischen das Schutzblech und die rechte hintere Bremsscheibe gelangt sein
Kann die Bremsscheibe davon Schaden nehmen? Hatte bei nochmaligem mechanischem Bremsen nichts feststellen können.

